Die Kryptowährung Bitcoin verzeichnete auf der Handelsplattform Bitstamp einen rapiden Kurseinbruch auf 5920 US-Dollar und dies entspricht einem Minus von 13 Prozent gegenüber dem Handelstag zuvor. Im Dezember hatte sich der Kurs der weltweit wichtigsten Kryptowährung noch auf 20.000 US-Dollar belaufen und erlebte in den letzten zwei Monaten ein wechselhaftes Kursgewitter. Vor einen Einstieg in den Bitcoin wird gewarnt, weil dies einen Totalverlust für die Anleger bedeuten könnte.

EZB stuft Digitalwährungen als riskant ein

Am Montag hatte EZB-Präsident Mario Draghi eine Warnung vor Digitalwährungen ausgesprochen und stufte sie als sehr riskant ein. Von der Bankenaufsicht der EZB wurde jetzt eine Untersuchung eingeleitet, mit dem Ziel eine Risikobewertung für Kryptowährungen zu erhalten. In der EU verfügen die Banken über keine Portfolios an Digitalwährungen wie den Bitcoin.

Gründe für den Absturz

Der Nachrichtensender N-TV hat die Gründe für den Kursabsturz der Kryptowährungen analysiert und hier stand vor allem der Bitcoin im Mittelpunkt. Im Jahr 2017 legte der Bitcoin einen rapiden Kursanstieg von 2000 Prozent hin und verzeichnete im Januar 2018 eine Pause bei den Kurssteigerungen. Die Spanne des Verlusts belief sich in den letzten drei Jahren im Januar auf 22 bis 49 Prozent.

Die Januar-Kurse bildeten jeweils das Jahrestief, weshalb sich der Bitcoin-Kurs wieder erholen könnte. Ein zweiter Grund ist die wahnwitzige Euphorie, die den Kurs des Bitcoin immer stärker in die Höhe trieb. Die extreme Blase, der teils horrenden Krypto-Kurse, könnte im Verlauf des Jahres platzen und eine Regulierung auf den Plan rufen.

1500 Kryptowährungen weltweit und Regulierung

Auf der ganzen Welt existieren derzeit rund 1500 Kryptowährungen, die alle auf der Blockchain-Technologie basieren. Denkwürdig sind „Fun-Coins“ wie der Dogecoin, der von Anlegern als echt wahrgenommen wurde und deren Bewertung einen Wert von 2 Milliarden US-Dollar erreichte.

Der Ruf nach einer Regulierung der Kryptowährungen wird immer lauter, so kündigte die südkoreanische Regierung entsprechende Maßnahmen an. Im Rahmen der Regulierung wurde die Anonymität abgeschafft, was Nutzer dazu verpflichtet sich mit ihren realen Namen auf Handelsplattformen zu registrieren. China ergriff drastische Maßnahmen, blockierte die Onlinezugänge zu Kryptobörsen und erließ ein Verbot zur Ausgabe neuer Digitalwährungen.

Bitcoin-Erzeugung verschlingt Milliarden

Die Bitcoin-Erzeugung kostete bisher eine Rekordsumme von rund 5 Milliarden US-Dollar, weil die Generierung einer Kryptowährung enorme Ressourcen verschlingt. Zur Generierung von Bitcoins oder einer anderen Digitalwährung ist ein PC mit leistungsstarker Grafikkarte erforderlich und dies verursacht hohe Stromkosten. Die digitalen Devisen werden von Anwendern erstellt und die Erzeugung unterliegt keiner staatlichen Regulierung.

Bild: @ depositphotos.com / Elnur_

Andreas Krämer

Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichten spezialisiert.
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