Haben Sie diese Möglichkeit für Ihre Facebook-Fanseite schon entdeckt? Es ist seit längerem für alle Seitenbetreiber möglich, beliebig viele Gruppe anzulegen und als Seite zu verwalten. Anfang des letzten Jahres wurde diese Funktion mit einigen wenigen Seiten getestet und danach erfolgte das facebookweite Rollout.

Welchen Vorteil bieten Facebook-Gruppen?

Gruppen werden immer beliebter. Sie bündeln Interessenten und sind ein Ort des authentischen Austauschs geworden. Während Fanseiten mit stagnierenden Interaktionen zu kämpfen haben, herrscht in Gruppen eine lebendige Gesprächskultur.

Facebook-affine Unternehmen haben schon längst das Thema Gruppen für ihre Marketingzwecke entdeckt, doch bisher musste man diese als Privatperson gründen und administrieren. Das hat viele Unternehmen von der Nutzung abgehalten. Nun können alle Arten von Gruppen (öffentlich, privat und geheim) von einer Fanseite aus erstellt und verwaltet werden. Zu diesem Zweck finden Unternehmen auf ihrer Seite den Button „Gruppen“ und können von hier aus Gruppen erstellen oder vorhandene Gruppen der Seite zuweisen.

Durch eine Gruppe wird es möglich:

  • mit der Zielgruppe in intensiven Kontakt zu treten,
  • vertrauliche Gespräche zu führen (die Mitglieder können genau ausgesucht werden),
  • exklusive Inhalte auszutauschen (Gruppen können privat sein, Fanseiten sind immer öffentlich).e

In Gruppen findet mehr Interaktion statt, denn alle Mitglieder können Inhalte posten und sind dabei gleichberechtigt.

Facebook-Gruppen haben mehr Reichweite

Viele Fanseiten leiden unter einer schwindenden Reichweite. Hier können Gruppen die Lösung sein, denn deren Beiträge erscheinen im Newsfeed wesentlich prominenter. Voraussetzung hierfür sind jedoch spannender Content und eine wachsende Zahl an Gruppenmitgliedern. Hier sind die wichtigsten Tipps für eine lebendige Gruppenstruktur:

  1. Die Gruppe beschäftigt sich mit einem wichtigen Anliegen der Zielgruppe und kommuniziert dies deutlich im Gruppennamen und der Beschreibung.
  2. Sie ist geschlossen und bietet damit einen geschützten Rahmen für den privaten Austausch.
  3. Aussehen und Ansprache spiegeln die Zielgruppe wieder.
  4. Die Gruppe wird intensiv beworben, um immer wieder neue Mitglieder zu rekrutieren. Hierfür können Kooperationen mit anderen Gruppen sinnvoll sein. Zudem können Anreize für Gruppenmitglieder geschaffen werden, ihre Freunde einzuladen.
  5. Gerade zu Beginn ist wertvoller, am besten exklusiver Content besonders wichtig. Mit wiederkehrenden Ritualen (Frage-Dienstag, Vorstellungsrunde etc.) bleibt die Gruppe lebendig.
  6. Spam sollte umgehen gelöscht und nach Möglichkeit unterbunden werden.

Eine Gruppe zu verwalten ist eine zeitlich herausfordernde Aufgabe. Gerade zu Beginn ist ein straffer Redaktionsplan wichtig, um die Gruppe anzustoßen. Fragen sollten schnell beantwortet werden, um die Kommunikation aufrechtzuerhalten. Auch bei Konflikten muss zügig eingeschritten werden, um die Stimmung der Gruppe lenken zu können. Bevor zuverlässige und engagierte Gruppenadmins gefunden werden, ist der Aufwand groß. Doch es kann sich lohnen, denn die enge Bindung an die Zielgruppe stärkt das Unternehmen.

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