Düsseldorf (ots) – Aus den Chaos-Tagen der SPD geht die künftige Parteichefin Andrea Nahles mit einem blauen Auge hervor. Die gewachsene Sensibilität der Basis in Personalfragen hatte sie sträflich unterschätzt. Bei der verlockenden Aussicht, die erste Parteichefin in der mehr als 150-jährigen Geschichte der SPD zu werden, hatten sie ihre sonst guten Instinkte verlassen. Die einst so mächtige Volkspartei befand sich in den vergangen Tagen im freien Fall – die Umfragewerte waren dramatisch niedrig, die Führungsgremien drohten zu implodieren. Ob der Abwärtstrend mit der Neuaufstellung gestoppt werden kann, ist ungewiss. Die Überlebenschancen der SPD jedenfalls sind größer, wenn sich ihre Mitglieder in den nächsten Wochen mehrheitlich für den Koalitionsvertrag aussprechen. Mit konstruktiver Regierungsarbeit und sichtbarer Verantwortungsübernahme haben die Sozialdemokraten die Chance, ins Spiel zurückzukehren. Für einen weiteren Bundestagswahlkampf jedenfalls sind sie noch lange nicht gewappnet.

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