Mehrmals im Jahr werden die neuen Fashion-Trends der Designer auf den Fashion-Weeks vorgestellt. Ausgefallene Outfits mit verschiedenen Applikationen aus diversen Stoffen und in allen Farben, die es zu geben scheint, sind an der Tagesordnung. Sie verändern das Konsumverhalten der Käufer. Denn dank der Massenproduktion können Menschen einen billigen Abklatsch dieser Designerstücke in jedem Bekleidungsgeschäft nachkaufen – für einen erschwinglichen Preis, der dem Geldbeutel nicht zu sehr wehtut. Es ist zwar wichtig, dass Kleidung jeder Bevölkerungsschicht zugänglich gemacht wird, jedoch fördern Billigprodukte die Wergwerfgesellschaft. Um diesem Umstand den Kampf anzusagen, setzt sich aktuell ein neuer Trend im Modebereich durch: Upcycling. Doch was hat es damit auf sich?

Alte Kleidung ist alles andere als langweilig

Upcycling kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „aufwerten“. Setzt man es in Bezug zu Fashion, handelt es sich um das Neu- oder Umgestalten von bereits vorhandenen Materialien – in diesem Fall alte Kleidung bzw. Stoffe. Was bedeutet das genau? Selbst wenn die Lieblingshose ein Loch hat oder ein T-Shirt ein bisschen ausgeleiert ist, heißt das nicht, dass sie automatisch in die Tonne gehören. Denn dank Upcycling kann man mit ein bisschen Geschick aus älteren Stücken etwas vollkommen Neues machen. Früher reichte es oftmals aus, wenn man Retro-Fashion mit den aktuellen Trends kombiniert hat. Mit Upcycling setzt man hingegen mit den bereits vorhandenen Ressourcen seine eigenen Trends.

Upcycling heißt bewusst leben

„Immer mehr Menschen entwickeln ein größeres Umweltbewusstsein“, schreibt Eliza Schwarz in ihrem E-Book „Fashion-DIY“ Upcycling. Sie beziehen Punkte wie Nachhaltigkeit oder Produktionsbedingungen ebenso wie ökologische Aspekte (Verzicht auf Chemikalien) in ihre Kaufentscheidungen mit ein. Der Vorteil beim Upcycling ist die Tatsache, dass Ressourcen geschont und unnötige Müllberge vermieden werden. Denn es werden nur Dinge aus dem eigenen Kleiderschrank verwendet, um einen vollkommen neuen Look zu kreieren.

Jeder Mensch besitzt mindestens eine Schrankleiche, die sich ganz hinten im Kleiderschrank versteckt und womöglich noch nicht ein einziges Mal angezogen wurde. Oder Kleidung von der man sich einfach nicht trennen kann, weil man sie mit einem sehr emotionalen Moment verbindet – aber passen tun die Stücke halt auch nicht mehr. An diesem Punkt gibt es verschiedene nachhaltige Möglichkeiten:

  • Tauschbörsen wie Kleiderkreisel nutzen und überflüssige Kleidung weiterverkaufen.
  • Anderen Menschen etwas Gutes tun und eine Kleiderspende tätigen.

Oder eben Upcycling. Aus dem ausgeleierten T-Shirt zum Beispiel einen neuen Einkaufsbeutel nähen oder die kaputte Jeans mit Löchern versehen.

Upcycling leicht gemacht

Vielen Interessierten stellt sich nun wohl die Frage, welche Möglichkeiten sie haben, um ihre Sachen aufzuwerten:

  1. Kleidung reparieren:

Manch einer kennt es wahrscheinlich von den Großeltern: Löcher werden bei Socken einfach gestopft, bei Hosen mit einem Flicken versehen. Ucycling geht sogar noch einen Schritt weiter. Auch wenn die Notwendigkeit des Reparierens besteht, kann das Ergebnis trotzdem modisch aussehen. Warum also nicht die löchrige Jeans mit dem ausgeleierten T-Shirt verbinden und so interessante Effekte erzielen?

  1. Funktion ändern:

Wie bereits erwähnt, eignet sich ein T-Shirt perfekt als Einkaufsbeutel. Aus einem Pullover kann man hingegen einen kuscheligen Kissenbezug schneidern. Der Fantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt, wenn man einfach über den Tellerrand hinaussieht.

  1. Mode individualisieren:

Was tun, wenn sich die neueste Errungenschaft als Fehlkauf herausstellt, die Rückgabefrist aber bereits überschritten ist? Dann können Fashionistas die ungeliebte Kleidung einfach ihrem eigenen Stil anpassen. Applikationen oder neue Details können jeden Stoff optisch aufwerten. Aktuell liegen Pailletten, Rüschen und Fransen wieder ganz klar im Trend.

Bild: @ depositphotos.com / J2R

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