Berlin (ots) –

Bis September 2018 muss Deutschland die EU-Richtlinie für barrierefreie Webseiten und Apps öffentlicher Stellen umsetzen. Der Deutsche Behindertenrat (DBR) sieht darin Chancen und fordert, die Potenziale der Richtlinie voll auszuschöpfen. Doch nun drohen aufgrund des deutschen Umsetzungsgesetzes sogar Verschlechterungen. Der DBR warnt.

“Das Umsetzungsgesetz ermöglicht den öffentlichen Stellen des Bundes weite Ausnahmeoptionen bei der Pflicht zur Barrierefreiheit. So besteht die Gefahr, hinter bereits erreichte Standards zurückzufallen. Und das war sicher nicht das Ziel der EU-Richtlinie”, sagt SoVD-Präsident und DBR-Sprecher Adolf Bauer anlässlich der morgigen Beratung des Gesetzentwurfes zur digitalen Barrierefreiheit im Deutschen Bundestag. Und weiter: “Digitale Barrierefreiheit ist im 21. Jahrhundert unverzichtbar. Denn durch die fortschreitende Digitalisierung hängt die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben immer stärker von der Möglichkeit ab, im Internet aktiv zu sein. In diesem Sinne muss die Umsetzung der Richtlinie erfolgen”.

Der Verbandspräsident fordert, das Umsetzungsgesetz anzupassen, um mit Blick auf Webseiten und Apps für das digitale Leben mehr Barrierefreiheit zu ermöglichen. “Auch deshalb müssen private Unternehmen, die Güter und Dienstleistungen im Internet anbieten, endlich zu mehr Barrierefreiheit verpflichtet werden”, sagt Bauer.

Der DBR ist ein Aktionsbündnis der Behindertenverbände und Selbsthilfeorganisationen in Deutschland und engagiert sich seit vielen Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im DBR haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen vereinigt. Das Bündnis repräsentiert über 2,5 Millionen Betroffene. Für das Jahr 2018 hat der Sozialverband SoVD den Vorsitz im Sprecherrat des DBR übernommen. Vorsitzender des Sprecherrates ist SoVD-Präsident Adolf Bauer.

Quellenangaben

Bildquelle:obs/Deutscher Behindertenrat (DBR)/ROBERT-SCHLESINGER.com
Textquelle:Deutscher Behindertenrat (DBR), übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/43665/3945179
Newsroom:Deutscher Behindertenrat (DBR)
Pressekontakt:Kontakt:
SoVD-Bundesverband
Pressestelle
Stralauer Str. 63
10179 Berlin
Tel.: 030/72 62 22 129/ Sekretariat -123
Fax: 030/72 62 22 328
E-Mail: pressestelle@sovd.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Neue Doppelspitze in der Unfallchirurgie und Orthopädie der Asklepios Klinik … Hamburg (ots) - Die Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie der Asklepios Klinik Nord - Heidberg in Hamburg bekommt einen zweiten Chefarzt: Dr. med. Christian Clausen übernimmt ab 1. September 2018 gemeinsam mit PD Dr. Marc Schult die ärztliche Leitung der Klinik. Zusammen werden die beiden Spezialisten das Versorgungsangebot für Patienten weiter ausbauen und die Bereiche Sportorthopädie, Sporttraumatologie und Endoprothetik stärken. "Mit Herrn Dr. Clausen haben wir einen erstklassigen Spezialisten für unsere Klinik gewonnen. Er ist ein erfahrener Operateur mit anerkannter Expertise und...
Höher, schneller, weiter, drauf – COSMOPOLITAN über Microdosing München (ots) - "Das war ein richtig guter Tag!", so die vierfache Mutter Ayelet Waldmann in ihrem Selbstversuch mit Microdosing. Was sich so euphorisch anhört, birgt allerdings auch große Sucht-Gefahr. Trotzdem sah Ayelet Waldmann in der Droge die rettende Notbremse, erzählt sie im Gespräch mit COSMOPOLITAN: "Als meine Antidepressiva nicht mehr anschlugen, sah ich Microdosing als meine letzte Chance." Auch ein Philosophiestudent aus der Schweiz wollte mehr aus Körper und Hirn holen: "Ich fühlte mich ganz normal, nur wacher, aufmerksamer, angeregter", berichtet er. Von Microdosing spricht man ...
Im Urlaub oft die Hände waschen – zum Schutz vor Erkältung Baierbrunn (ots) - Um einer lästigen Erkältung im Urlaub vorzubeugen, sollten Reisende sich zum Schutz vor Krankheitserregern oft die Hände waschen. Denn Klimaanlagen, intensive Sonneneinstrahlung, Schlafmangel und große Menschenansammlungen belasten das Immunsystem, wie das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" schreibt. Lässt sich die Klimaanlage im Hotelzimmer eigenständig regeln, sollte es bei großer Hitze auf maximal sechs Grad unter der Außentemperatur gekühlt werden. Zum Schutz vor Reisedurchfall sollten Urlauber in südlichen und tropischen Ländern Nahrung meiden, die nicht durchgegart...