Baden-Baden / Köln (ots) –

Das SWR2 Hörspiel “Coldhaven” von John Burnside wird jetzt auch mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden 2018 ausgezeichnet. Die Entscheidung traf eine Jury aus Fachkritikern und blinden Juroren. Im Mittelpunkt des Stücks steht der Tod zweier Jugendlicher in dem fiktiven Küstendorf Coldhaven, das von den Spuren der Globalisierung und der Märchen- und Sagenwelt Schottlands geprägt ist. In der Inszenierung von Klaus Buhlert sind u. a. Corinna Harfouch, Johannes Silberschneider, Astrid Meyerfeldt und Felix Goeser zu hören. “Coldhaven” wurde am 16. Februar 2017 in SWR2 gesendet und wurde bereits von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum “Hörspiel des Jahres 2017” gewählt. Die Dramaturgie hatte Manfred Hess (SWR2). Die Komposition stammt von Klaus Buhlert. Der Preis wird am 29. Mai 2018 im Deutschlandfunk Köln verliehen.

“Sprachliche Präzision und akustische Lebendigkeit” Die Jury in ihrer Begründung: “‘Coldhaven’ von John Burnside fasziniert durch schwebende Ambiguität, sprachliche Präzision und akustische Lebendigkeit. Es ist gleichzeitig ein zupackendes Hörspiel über das Verschwinden zweier junger Menschen in einem fiktiven schottischen Dorf […] und ein vielschichtiges, dichtes Sprachgewebe, das dem Urgefühl des Mediums Radio nahekommt: dem Gefühl von Unbestimmtheit, Ungewissheit und Unheimlichkeit. […] Die Geschichte eines Mordes wird zur hautnah erlebten Parabel auf das Gerücht.”

John Burnside

Der Brite John Burnside ist einer der renommiertesten Dichter und Romanciers der Gegenwart. Er erhielt u. a. den Corinne-Literaturpreis, den Petrarca- und den T. S. Eliot-Preis. Romane sind u. a. “Lügen über meinen Vater”, “Helle Sommernächte”, “Wie alle anderen”. Für den SWR schreibt er seit 2012 Hörspiele.

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden wird jährlich an ein Originalhörspiel eines deutschsprachigen Senders verliehen, das in herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform realisiert und erweitert. Träger sind der Bund der Kriegsblinden e. V. sowie die Film- und Medienstiftung NRW.

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Quellenangaben

Bildquelle:obs/SWR – Südwestrundfunk/Olivier Roller
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