Wiesbaden (ots) – Der neue Film von Thomas Stuber, IN DEN GÄNGEN (Start: 24. Mai), war einer der Anwärter auf den Goldenen Bären bei der diesjährigen Berlinale und erzählt die Geschichte von Christian, der im Supermarkt anfängt und sich dort in seine Kollegin Marion verliebt – zunächst ohne Hoffnung, dass aus dieser Liebe etwas werden kann. Für seine Darstellung des Christian erhielt Franz Rogowski gerade erst den Deutschen Filmpreis. Und auch die fünfköpfige Expertenrunde der FBW zeigte sich beeindruckt von dem Film, den sie mit dem höchsten Prädikat “besonders wertvoll” auszeichnet. In ihrem Gutachten schreibt sie: “Regisseur Thomas Stuber zeigt in IN DEN GÄNGEN einen Mikrokosmos, der sich wohltuend abhebt vom oft Gesehenen. IN DEN GÄNGEN erzählt auf spannende und überzeugende Weise von den Nachwirkungen der deutsch-deutschen Vereinigung auf Menschen in Ostdeutschland. Der Film zeigt offen die Tristesse und ist doch kein trister Film. Seine Figuren berühren, obwohl bewusst Leerstellen bleiben in ihrer Biografie. Doch gerade diese Leerstellen und offenen Fragen lassen den Film so authentisch werden. Jede der Figuren versucht ihren Platz in dieser irgendwie fremden Welt zu finden, so widersprüchlich der zum Teil auch wirken mag. Aus diesen Konstellationen bezieht Thomas Stubers Film starke Momente, deren Relevanz in Bezug auf unsere heutige Gesellschaft nicht hoch genug anzusiedeln ist.”

Mehr dazu unter: http://www.fbw-filmbewertung.com/film/in_den_gaengen

Der deutsch-dänisch-luxemburgische Animationsfilm LUIS UND DIE ALIENS (Start: 24. Mai) von Wolfgang und Christoph Lauenstein erzählt auf unterhaltsame Weise die Geschichte einer außerirdischen Freundschaft zwischen einem 12jährigen Jungen und drei sehr frechen Wesen von einem anderen Stern. “LUIS UND DIE ALIENS punktet nicht durch ausgefeilte Animation und Texturen, sondern durch seinen Witz und seine lustigen Anspielungen. Die Aliens im Film sind knuffige, höchst flexible kleine Kerle. Immer gut gelaunt, immer zu Scherzen aufgelegt wollen sie eigentlich nur an die Massagematratze eines irdischen Shoppingkanals gelangen und haben ganz im Nebenbei einigen Spaß daran, die Gestalt von Erdlingen anzunehmen. Die Brüder Christoph und Wolfgang Lauenstein zeigen bei Drehbuch und Regie viel Gespür für gut getakteten, kindgerechten Humor. Ihre Figuren erweisen sich als echte Charaktere, die sich sicherlich schnell in die Zuschauerherzen spielen. Positiv aufgefallen sind der Jury auch die gut gewählten Sprecher.” Dies schreibt die FBW-Jury über den Animationsfilm, dem sie das Prädikat “wertvoll” verleiht.

Mehr dazu unter: http://www.fbw-filmbewertung.com/film/luis_und_die_aliens

THE HAPPY PRINCE (Start: 24. Mai) erzählt als Biopic die letzten Jahre des Dramatikers Oscar Wilde im ausgehenden 19. Jahrhundert. Rupert Everett ist dabei nicht nur Drehbuchautor und Regisseur, sondern arbeitet auch als Hauptdarsteller die vielen Facetten der historischen Figur Oscar Wildes gekonnt heraus. In ihrer Begründung für das Prädikat “besonders wertvoll” lobt die Jury die Kunst Everetts, “all das sehr lebendig und in seiner Schilderung konsequent und nachvollziehbar” wirken zu lassen. Auch werde im Drehbuch “nichts beschönigt und übermäßig verklärt” und nebenbei Themen wie die Tabuisierung von Homosexualität verhandelt. THE HAPPY PRINCE ist, so die Jury, “auch üppiges Kino, das durchgängig hervorragend gespielt ist und sich visuell auf höchstem Niveau bewegt. Eine erstklassige Lichtgestaltung sorgt für Lichtstimmungen, die absolut glaubhaft für die abgebildete Zeit erscheinen. Die historische Ausstattung zeugt von großer Sorgfalt, ohne zu verbaut, zu perfekt zu wirken”. Für die FBW-Jury ist THE HAPPY PRINCE somit “ein rundum gelungenes Regiedebüt, das die Jury gleichzeitig als klug, unterhaltsam und visuell ansprechend empfunden hat und somit vorbehaltlos jedem Zuschauer ans Herz legen möchte”. Mehr dazu unter: http://www.fbw-filmbewertung.com/film/the_happy_prince

22. Dezember 1991. In der Nähe von Heidelberg stürzt ein Propellerflugzeug vom Typ DC 3 in den Wald. 28 Menschen kommen ums Leben – ausnahmslos Mitwirkende eines satirischen Kurzfilmprojekts unter der Leitung des Rüsselsheimer Filmemachers Martin Kirchberger. Es ist der folgenschwerste Unfall, der sich je bei einer Filmproduktion ereignet hat. Der Autor und Regisseur Thomas Frickel setzt seinem Freund Martin nun mit dem Dokumentarfilm WUNDER DER WIRKLICHKEIT (Start: 24. Mai), der im letzten Jahr mit dem Hessischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, ein würdiges filmisches Denkmal und thematisiert dabei auch, wie Kirchbergers spielerischem Bemühen um die Erweiterung der Erfahrungsräume durch die realen Verhältnisse Grenzen gesetzt wurden. “Es gehört zu den Qualitäten des Films, dass Frickel nicht nur die verschiedenen Aspekte dieses schwersten Unfalls, der sich in Deutschland je bei Dreharbeiten ereignete, durch Befragungen von Zeitzeugen, Verwandte und Freunde der Gestorbenen und eines der Überlebenden und Zeitdokumente wie die letzten Filmaufnahmen, die wenige Momente vor dem Absturz gemacht wurden, aufzeigt. Darüber hinaus macht der Film auch deutlich, warum Kirchberger, der in seiner Kunst auch körperlich oft mit vollem Einsatz an die Grenzen ging, sich und sein Team mit solch einer extrem leichtsinnigen Aktion in Gefahr bringen konnte. Nebenbei liefert er dabei auch ein kleines Porträt der Künstlerszene von Rüsselsheim in den 80er Jahren. Thomas Frickel wird mit seinem Film seinem Freund und dessen Werk gerecht, wofür seinem Film das Prädikat “besonders wertvoll” zugesprochen wird.” Mehr dazu unter: http://www.fbw-filmbewertung.com/film/wunder_der_wirklichkeit

In der kommenden Woche mit Prädikat im Kino: Das Teenie-Drama LETZENDLICH SIND WIR DEM UNIVERSUM EGAL und das Spielfilmdebüt BACK FOR GOOD. Mehr Informationen zu aktuellen und kommenden FBW-Empfehlungen unter www.fbw-filmbewertung.com. Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) zeichnet herausragende Filme mit den Prädikaten wertvoll und besonders wertvoll aus. Über die Auszeichnungen entscheiden unabhängige Jurys mit jeweils fünf Gutachtern aus einem Pool aus 85 Experten aus ganz Deutschland. Die FBW bewertet die Filme innerhalb ihres jeweiligen Genres.

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