Strahlender Sonnenschein, Urlaub, Strand, unglaubliche Wellen … Und schon ist es passiert: Die Nase ist rot, die Ohren sind es auch, und auf Schultern und Oberarmen zeigen sich ebenfalls die ersten Flecken. Sonnenbrand ist einfach lästig, denn die roten Hautstellen brennen und schmerzen, die Haut schält sich ab, es fusselt. Das ist unangenehm. Vor allem dann, wenn eigentlich eine makellose Bräuen das Ziel war.

Nicht nur lästig, sondern auch gesundheitsschädlich

Bei Sonnenbrand handelt es sich nicht einfach um eine unangenehme Erscheinung auf der Haut, sondern um eine Verbrennung. Die UV-Strahlung der Sonne ist stark genug, um diese Verletzungen hervorzurufen. Eine leichte Rötung ist bereits ein Hinweis darauf, dass eine Verbrennung vorliegt. In etwas schwereren Stellen ist die Haut sehr dunkel eingefärbt und juckt, tut aber bei Berührung sofort weh. Und wenn der Sonnenbrand ganz schlimm ausfällt, bilden sich sogar Brandblasen. So richtig gemein ist am Sonnenbrand, dass er nicht sofort sichtbar oder spürbar wird, sondern oft erst zeitversetzt so um die sechs Stunden nach dem Sonnenbad. Und auch wenn ein Sonnenbrand in der Regel abheilt, ohne Spuren zu hinterlassen, kommt es zu Langzeitschäden. Die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand und regeneriert irgendwann nicht mehr. Dann besteht die Gefahr, dass sich Mutationen bilden, es kommt zu Hautkrebs.

Sonnenbrand kann vermieden werden

Wer sich überwiegend im Schatten und nur wenig in der Sonne aufhält, bekommt eher selten einen Sonnenbrand. Lange Kleidung, die die Haut bedeckt, hilft ebenfalls. Wer sich unbedingt im Freien aufhalten muss, sollte das möglichst vor 11:00 Uhr morgens oder nach 16:00 Uhr abends tun. Denn dann steht die Sonne tief genug, die Strahlen sind nicht mehr ganz so schädlich.

Aber der wohl wichtigste Rat ist, Sonnencreme zu benutzen. Ein einfaches Kokosöl ohne Lichtschutzfaktor ist nicht ausreichend, um die Haut vor der schädlichen Strahlung zu schützen. Lichtschutzfaktor 20 sollte es an Sommertagen schon sein, besser sind höhere Zahlen. Erhältlich sind gute Sonnencremes in jeder Apotheke. Eingecremt wird etwas eine Viertelstunde vor dem Sonnenbad, und es muss regelmäßig nachgecremt werden. Dabei sollte man eher nicht zu sparsam mit der Creme umgehen.

Wichtig: Auch im Schatten eincremen! Denn die UV-Strahlung, die den Sonnenbrand verursacht, kommt auch da hin. Allerdings nur in kleineren Mengen, daher dauert es etwas länger, bis es zu einem Sonnenbrand kommt.

Was tun, wenn die Haut schon verbrannt ist?

Zuerst einmal sollte sonnenverbrannte Haut gut gekühlt werden. Denn das hilft der Hautet die eigene Temperatur wieder zu finden. Außerdem lindert es den Schmerz. Dann ist wichtig, dass die Haut Feuchtigkeit erhält, denn die ist ihr verlorengegangene. Viel trinken ist also eine gute Idee. Kühlende Packungen aus Joghurt oder Quark können bei großflächigen Verbrennungen gut helfen. Kleine Sonnenbrände im Gesicht können mit gekühlten Gurkenscheiben behandelt werden. Das alles verschafft erst einmal Schmerzlinderung, ist aber tatsächlich auch für die Heilung gut. Ein Sonnenbrand braucht etwa zwei Wochen, um vollständig zu verheilen (abhängig von der Schwere der Verbrennungen).

Außer Hausmitteln helfen auch Apres-Sun Lotionen, die ebenfalls viel Feuchtigkeit enthalten und leicht kühlen. Die Pflanze Aloe Vera liefert ebenfalls Feuchtigkeit und kann die Haut beruhigen.

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