Düsseldorf (ots) – Zwei Jahre zog sich die Schlacht hin, nun geht es schnell: Kaum hat Bayer die Freigabe der US-Ämter erhalten, wird der Mega-Deal abgeschlossen. Für Bayer-Chef Baumann ist das ein großer Erfolg. Doch nach den Mühen der Berge kommen die Mühen der Ebenen. Und die sind gewaltig. Bayer stemmt die größte Übernahme, die je ein deutscher Konzern unternommen hat. 24.000 Mitarbeiter sind zu integrieren, eine ganze Sparte neu aufzustellen. Das wird kein Waldspaziergang. Zudem wird das Heben der Synergien Jobs kosten. Die größere Herausforderung besteht darin, Bayers Reputation zu retten. Daher will Baumann rasch den Namen Monsanto tilgen. Das ist verständlich, reicht aber nicht. Bayer muss Schluss machen mit den ruppigen Geschäftsmethoden. Bayer muss sich ernsthaft und nicht so hämisch wie noch 2017 mit Bedenken von Naturschützern auseinandersetzen. Das hat Baumann verstanden: Man werde Kritikern zuhören und die eigenen ethischen Standards durchsetzen, sagt er. Dafür stehe das Bayer-Kreuz. Daran wird er sich messen lassen müssen.

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