Bielefeld (ots) – Die SPD-Politikerin Ursula Schulte fordert ein Verbot von Energy-Drinks für Kinder. Die koffein- und taurinhaltigen Getränke hätten “fatale Nebenwirkungen”. Sie nimmt Bundesernährungsministerin Julia Klöckner in die Pflicht. Dass in den billig produzierten Getränken zu viele ungesunde Zutaten stecken, ist keine Frage. Nicht umsonst empfehlen Experten eine maximale Verzehrmenge von Koffein für Kinder und Jugendliche. Auch der Zucker ist nicht nur schlecht für die Milchzähne, sondern schadet der Gesundheit von Heranwachsenden nachweislich. Ganz sicher ist es falsch, dass Kinder aktuell von ihrem Taschengeld unbegrenzt aufputschende Limonaden kaufen können. Wenn Schulte und der Verband der Kinder- und Jugendärzte nun das Wohlergehen der Kinder schützen wollen und ein Verbot der Getränke für sinnvoll halten, müssen sie aber konsequent sein. Energy-Drinks zum Feind des kindlichen Wohlergehens zu machen, ist zu kurz gedacht. In einer großen Tafel dunkler Schokolade steckt etwa die selbe Menge Koffein wie in einer Dose der Brause. Auch in Kakaopulver steckt Koffein. Hier fordern aber weder Schulte noch die Kinderärzte ein Verbot. Eine Begrenzung der Verkaufsmenge kann eine guter Mittelweg sein. Die Richtwerte der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde bilden bereits die Basis: Täglich nicht mehr als zwei Dosen für einen Jugendlichen.

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