Düsseldorf (ots) – er glaubte, Papst Franziskus könne die katholische Kirche von Grund auf erneuern, wurde in den fünf Jahren seines Pontifikats eines besseren belehrt. Der Heilige Vater enttäuscht viele, die sich eine Kirche der Offenheit und der Ökumene wünschen: Weil seinen liberalen Worten nur selten Taten folgen. Jetzt stützt Franziskus sogar die Hardliner. Dem Papst und seinen Glaubenshütern geht zu weit, was die deutschen Bischöfe mit Mehrheit beschlossen haben: Nichtkatholische Ehepartner sollten zur Eucharistie zugelassen werden. Daraus wird vorerst nichts, weil der Papst den Kern des katholischen Glaubens berührt sieht. Er tadelt mit seiner Entscheidung Kardinal Marx und die Mehrheit der Bischofskonferenz und stützt die Bedenkenträger um Kardinal Woelki. Hatte Franziskus bei einer Anhörung der streitenden Parteien noch verkündet, der rechte Weg müsse von der Ortskirche getroffen werden, so hat jetzt doch Rom entschieden. Offensichtlich gilt noch heute, was schon Luther verzweifeln ließ: Ob der Papst lobt oder tadelt, liegt in Gottes Hand.

www.rp-online.de

Quellenangaben

Textquelle:Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/30621/3961335
Newsroom:Rheinische Post
Pressekontakt:Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Das könnte Sie auch interessieren:

Bauernpräsident rechnet noch nicht mit steigenden Preisen wegen Wetterkapriolen Saarbrücken (ots) - Die derzeitigen Wetterkapriolen in Deutschland mit Hitze und Starkregen machen offenbar auch den Bauern stark zu schaffen. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sagte der "Saarbrücker Zeitung" (online): "Für ein Gesamtbild ist es noch deutlich zu früh. Aber es gibt bereits etliche Getreidebestände, die wegen der frühen Hitze Trockenschäden zeigen." Keine Branche sei so wetterabhängig wie die Landwirtschaft, betonte Rukwied. Zugleich gab der Bauernpräsident Entwarnung für die Konsumenten. "In einem internationalen Markt hat das zunächst keine Auswirku...
Israels Botschafter warnt Teheran vor Ernstfall Berlin (ots) - Für Israel bleibt der Iran ein Unruhestifter im Nahen Osten. Die Politik der Führung in Teheran sei "eine Gefahr für die Stabilität in der Region", sagte Israels Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, dem "Tagesspiegel" (Sonntagausgabe). So werde im Libanon die schiitische Miliz Hisbollah massiv aufgerüstet. "120.000 Raketen sind dort auf den jüdischen Staat gerichtet." Auch in Syrien werde die Islamische Republik immer mächtiger und einflussreicher. Das sei für Israel alarmierend. "Im Ernstfall werden wir auf jede Art der Bedrohung entsprechend reagieren", warnte Issac...
Das Polizeigesetz muss nachgebessert werden Düsseldorf (ots) - NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte ein Polizeigesetz mit Augenmaß versprochen. Eine Experten-Anhörung im Landtag hat gezeigt, dass ihm dies bisher nicht gelungen ist. Zwar ist das Gesetz moderater ausgefallen als in Bayern. Für verfassungskonform halten es aber sehr viele Experten nicht. Vor allem der neu eingeführte Begriff der "drohenden Gefahr" ist bisher so schwammig formuliert, dass nicht zu rechtfertigen wäre, auf dieser Grundlage Personen präventiv in Gewahrsam zu nehmen. Damit nicht genug: Die Polizei soll verdächtige Personen künftig nicht mehr nur 48 Stunde...