Düsseldorf (ots) – er glaubte, Papst Franziskus könne die katholische Kirche von Grund auf erneuern, wurde in den fünf Jahren seines Pontifikats eines besseren belehrt. Der Heilige Vater enttäuscht viele, die sich eine Kirche der Offenheit und der Ökumene wünschen: Weil seinen liberalen Worten nur selten Taten folgen. Jetzt stützt Franziskus sogar die Hardliner. Dem Papst und seinen Glaubenshütern geht zu weit, was die deutschen Bischöfe mit Mehrheit beschlossen haben: Nichtkatholische Ehepartner sollten zur Eucharistie zugelassen werden. Daraus wird vorerst nichts, weil der Papst den Kern des katholischen Glaubens berührt sieht. Er tadelt mit seiner Entscheidung Kardinal Marx und die Mehrheit der Bischofskonferenz und stützt die Bedenkenträger um Kardinal Woelki. Hatte Franziskus bei einer Anhörung der streitenden Parteien noch verkündet, der rechte Weg müsse von der Ortskirche getroffen werden, so hat jetzt doch Rom entschieden. Offensichtlich gilt noch heute, was schon Luther verzweifeln ließ: Ob der Papst lobt oder tadelt, liegt in Gottes Hand.

www.rp-online.de

Quellenangaben

Textquelle:Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/30621/3961335
Newsroom:Rheinische Post
Pressekontakt:Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Das könnte Sie auch interessieren:

G-7-GipfelUSA Halle (ots) - Es sind also G 6 plus 1, die sich versammeln. Die Gruppe mit dem mittlerweile zweifelhaften Titel "Führende Industriestaaten" schrumpft weiter. Nach der Annexion der Krim hat die Runde Russland wegen Völkerrechtsbruchs ausgeschlossen. China ist faktisch längst im Rang der wirtschaftlich wachstumsstärksten und einflussreichsten Länder, von der politischen Macht aber ganz abgesehen. Es sitzt aber von jeher nicht mit am Tisch. Nun machen sich die USA selbst zum Zaungast.QuellenangabenTextquelle: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuellQuelle: https://www.pressepor...
Polizeiforscher Krahmer: Mit neuen Polizeigesetzen werden grundlegende … Berlin (ots) - In den aktuellen Verschärfungen der Polizeigesetze in mehreren Bundesländern sieht der Politikwissenschaftler Florian Krahmer eine Gefährdung für den Rechtsstaat. Mit Novellen wie dem neuen bayerischen Polizeiaufgabengesetz, das Mitte Mai beschlossen worden ist, würden "grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien außer Kraft gesetzt", sagt Krahmer im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Mittwochausgabe). "Der Skandal ist, dass Sanktionsmaßnahmen gegen Menschen verhängt werden können, ohne dass diese eine Straftat begangen haben." Der an der Un...
WDR Europaforum: Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht deutschen … Berlin (ots) - Dass die EU angesichts des britischen Ausscheidens aufgrund zahlreicher ungelöster Finanzprobleme und Auseinandersetzungen über Flüchtlingsfragen dringend Reformen bedarf, davon ist auch der deutsche Finanzminister Olaf Scholz überzeugt. Und der Sozialdemokrat ist sich sicher, dass dies nur im Schulterschluss zwischen Deutschland und Frankreich gelingen kann. "Die weitere Entwicklung Europas wird davon abhängen, dass sich Deutschland und Frankreich verständigen", erklärte Scholz im Rahmen des 21. WDR Europaforums am 7. Juni 2018 in Berlin. Dies gelte im Übrigen auch für den bevo...