Bonn (ots) – Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, hat sich nach der einseitigen Aufkündigung des iranischen Atomabkommens durch US-Präsident Donald Trump sehr skeptisch hinsichtlich der Entwicklung des transatlantischen Bündnisses gezeigt. “Es ist ein schwerer Konflikt im transatlantischen Verhältnis durch die Einseitigkeit dieser Entscheidung entstanden”, erklärte der CDU-Politiker im Fernsehsender phoenix (Montag, 04. Juni). Röttgen sah einen deutlichen Riss im Verhältnis zu den USA. “Es ist ein neues Muster des Umgangs, dass man in Fragen der gemeinsamen Sicherheit nicht nur gegen die Interessen der Europäer, sondern auch ohne wirkliche Konsultationen entschieden hat”, so der Außenpolitiker weiter. Das Atomabkommen biete die Möglichkeit, das Handeln des Iran zu überprüfen. “Ich finde es richtig, im Verhältnis zum Iran nicht auf Vertrauen, aber auch nicht auf Krieg, sondern auf Kontrolle zu setzen”, meinte Röttgen.

Das amerikanische Ansinnen, den Iran mit Mittleren Osten zu isolieren, sei nicht zielführend. “Eine Isolationsstrategie ist zum Scheitern verurteilt. Ohne den Iran wird es keine Sicherheit geben.” Mit der Entscheidung Trumps, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, “wird weiter Öl ins Feuer gegossen”. Derzeit beobachte man sorgenvoll, dass die amerikanische Außenpolitik versuche, bestimmte europäische Staaten auf ihre Seite zu ziehen und für ihre Ziele zu gewinnen. “Das wäre eine neue Dimension, indem zwischen die Europäer ein Keil getrieben würde. Am Ende würden alle nicht stärker”, war der CDU-Politiker überzeugt.

Der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, bekundete zwar, dass man dem Iran nicht vertrauen dürfe, sprach sich aber für das Atomabkommen aus: “Ich bin für die Beibehaltung dieses Deals, auch wenn ich mit einigen Punkten Probleme habe.”

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