Berlin (ots) – (DBV) Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU und SPD auf, die Inanspruchnahme von zusätzlichen 30.000 Hektar Land für das Programm “Nationales Naturerbe” – davon 20.000 Hektar aus dem Bestand der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) – zu überdenken. Diese immense Beanspruchung von Flächen beruht auf der Annahme, dass im BVVG-Bestand noch erhebliche Nutzflächen vorhanden sind, die nicht landwirtschaftlich nutzbar sind. Der DBV stellt jedoch fest, dass sich der Umfang der nicht landwirtschaftlich nutzbaren Flächen der BVVG auf deutlich weniger als 5.000 Hektar beläuft.

Die Vorgabe aus dem Koalitionsvertrag führt demnach dazu, dass wertvolle Agrarflächen der Bewirtschaftung entzogen werden müssen. Dieses Vorgehen steht im deutlichen Widerspruch zu dem ebenfalls im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziel, den Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen bis 2030 auf 30 Hektar am Tag zu reduzieren. “Diese überproportionale Inanspruchnahme der BVVG-Flächen bringt betroffene Bauern in massive Schwierigkeiten, da wertvolle landwirtschaftliche Nutzflächen wegfallen”, sagt DBV-Präsident Joachim Rukwied. Sie werfe vor allem im Hinblick auf das Gebot der Gleichbehandlung im Rahmen des regulären Privatisierungsverfahrens beihilferechtliche Fragen auf. Der DBV fordert daher die Verantwortlichen auf, die im Koalitionsvertrag getroffene Festlegung mit Blick auf die tatsächlich verfügbaren Naturschutzflächen zu korrigieren.

Quellenangaben

Textquelle:Deutscher Bauernverband (DBV), übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/6599/3968171
Newsroom:Deutscher Bauernverband (DBV)
Pressekontakt:Kontakt:
Deutscher Bauernverband
Axel Finkenwirth
Pressesprecher
a.finkenwirth@bauernverband.net
Tel.: 030 / 31904 240

Das könnte Sie auch interessieren:

Böhmermann Halle (ots) - Man kann Erdogan politisch brandmarken und es dennoch unbillig finden, dessen Würde zu verletzen. Satire und Polemik sind in ihrer Freiheit zwar geschützt, aber es gibt Grenzen - auch des guten Geschmacks. Böhmermann wird mit dem Richterspruch leben können, zumal das Verfahren seine Popularität noch gesteigert hat. Für ihn wie für die Skandal-Rapper Farid Bang und Kollegah mit ihrem ekligen Judenwitz gilt im Übrigen: Jeder soll sich selbst ein Urteil bilden.QuellenangabenTextquelle: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuellQuelle: https://www.pressepor...
Emnid Umfrage zeigt: Große Mehrheit der Bevölkerung befürwortet … Berlin (ots) - Über 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland befürworten die Anfertigung von Undercover-Aufnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben, um damit Tierleid und Missstände aufzudecken. Dies zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Emnid-Umfrage, die von den Tierrechtsorganisationen Deutsches Tierschutzbüro, PETA, Animal Equality, Tierretter.de, Soko Tierschutz und ARIWA in Auftrag gegeben und letzte Woche durchgeführt wurde. Die Umfrage ergab, dass sich der Großteil der Gesellschaft Deutschlands (85,3%) für stärkere Kontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben ausspricht. Außerde...
Erschreckende Zahlen der Bundesregierung: Kontrollen in deutschen … Berlin (ots) - Anfang des Monats hat die Bundesregierung im Rahmen der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP (Drucksache 19/3195) erschreckendes Zahlenmaterial zu Kontrollen in deutschen Tierhaltungsbetrieben veröffentlicht. So werden diese in Deutschland nicht nur sehr selten, sondern im Durchschnitt nur alle 17 Jahre kontrolliert. Dabei sind die Kontrollen in Bundesländern, die eine sehr hohe Dichte an so genannten Nutztieren und damit verhältnismäßig viele Mast- und Zuchtbetriebe haben, am seltensten. In Niedersachsen mit rund 95.000 Nutztierbetrieben, Baden-Württemberg mit über 82.000 Be...