Frankfurt (ots) – Nordkoreas Diktator ist für Donald Trump “ein guter Partner”, jemand, zu dem er “einen besonderen Draht hat”. Der kanadische Premier ist dagegen ein “Verräter”. Inzwischen kennen wir Trumps Maßstab für “gut” und “schlecht”: Wer ihm schmeichelt, erhält Lob, wer ihn kritisiert, muss mit einer Attacke rechnen. Kim Jong Un hat dem US-Präsidenten nun zu einem außenpolitischen Erfolg verholfen. Deshalb erhält er von Trump ein riesiges, unverdientes Geschenk: die Legitimierung seiner Herrschaft durch den Führer der westlichen Welt. Das war ein hoher Preis für die Unterschrift unter ein Stück Papier.

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