Köln (ots) – Der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich warnt nach dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vor einer atomaren Eskalation weltweit. “Andere Regierungen werden sich fragen, ob erst der Besitz von Atomwaffen Großmächte zu Kompromissen zwingt”, sagte Mützenich dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Mittwoch-Ausgabe). In der Ukraine und im Iran sei darüber längst eine Debatte entbrannt “mit gefährlichen Wirkungen, vor allem für Europa”.

Nutznießer der zwischen Trump und Kim in Singapur getroffenen Vereinbarung sei vor allem China. “Einerseits scheint eine instabile Region in der unmittelbaren Nachbarschaft beherrschbarer zu werden. Andererseits gibt es keinen ‘Regime change’. Wenn jetzt noch die militärische Präsenz der USA aus Südkorea verschwindet, haben die Akteure in Peking viel erreicht. Die Hegemonie Chinas in der Region wird dann noch stärker.”

Neben Kim habe auch Südkoreas Präsident Moon Jae In “die Schwächen und Eitelkeiten des amerikanischen Präsidenten genutzt, um ihren jeweiligen Interessen Geltung zu verschaffen. Das scheint mir die eigentliche Kunst des Gipfels von Singapur zu sein”, sagte Mützenich.

Quellenangaben

Textquelle:Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/66749/3968999
Newsroom:Kölner Stadt-Anzeiger
Pressekontakt:Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080

Das könnte Sie auch interessieren:

Einwanderungsgesetz: SPD will schwarz-gelbe NRW-Regierung unterstützen Bielefeld (ots) - Die oppositionelle NRW-SPD ist grundsätzlich bereit, die schwarz-gelbe Landesregierung bei einer Bundesratsinitiative für ein Einwanderungsgesetz zu unterstützen. Das hat der neue Vorsitzende des SPD-Landesverbands NRW, Sebastian Hartmann, erklärt. "Erste Erklärungen von Ministerpräsident Laschet und NRW-Integrationsminister Stamp dazu klingen tendenziell nicht negativ. Das Thema ist zu wichtig, als dass es im Bund zwischen den Mühlsteinen des öffentlichen Streits zerrieben wird", sagte Hartmann im Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen" (Samstagsau...
IW-Volkswirt befürwortet staatliches Raumfahrtengagement Osnabrück (ots) - IW-Volkswirt befürwortet staatliches Raumfahrtengagement Röhl: Es geht nicht um gewaltige SummenOsnabrück. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hält die staatlichen Raumfahrtausgaben für gerechtfertigt. "Es geht ja nicht um gewaltige Summen", sagte IW-Ökonom Klaus-Heiner Röhl im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). Der Bund hat im vergangenen Jahr gut 1,5 Milliarden Euro für die Raumfahrt ausgegeben, bei einem Haushaltsvolumen von insgesamt knapp 330 Milliarden Euro. Anlass für Röhls Äußerungen war der Start des deutschen Astronauten Alexander Ger...
zur Fußball-WM Bielefeld (ots) - Wo sollen schon sonst echte Männerfreundschaften entstehen, wenn nicht beim Fußball? Noch besser ist, wenn gerade die WM beginnt. Da kommen dann solche Sätze wie: »Ein ganz, ganz, ganz, ganz großes Dankeschön, für Ihre Begeisterung. Dank Ihnen haben wir das Gefühl, dass wir Teil eines Teams sind.« Dreimal dürfen sie raten, wer da wem schmeichelte. Gianni Infantino, Präsident des Fußball-Weltverbandes, fiel auf die Knie vor Kreml-Chef Wladimir Putin. Der Schweizer Funktionär versuchte auch noch, witzig zu sein. Sein Bonmot zum Turnier: »Russland bringt den Mythos der Unbesiegb...