Hamburg (ots) – “Im Interesse der Windkraftlobby setzt sich die Politik über das Tötungs- und Verletzungsverbot von Wildtieren tagtäglich hinweg”, kritisiert Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Pro Jahr sterben rund 12.000 Greifvögel – unter ihnen auch bedrohte Arten – und rund 250.000 Fledermäuse durch Windenergieanlagen. “Massive Bürgerproteste bleiben weitgehend ungehört!” Jetzt will die FDP-Bundestagsfraktion mit dem Antrag “Wälder schützen – Rodungen für die Windkraft stoppen” im Bundestag Gehör finden.

In dem Antrag der Abgeordneten Karlheinz Busen, Gero Hocker, Carina Konrad, Nicole Bauer, Oliver Luksic fordert die FDP, Wälder und Schutzgebiete frei von Windenergieanlagen zu halten und bundesweit einheitliche Standards für die Abstände zwischen Brutplätzen von Vögeln und Windenergieanlagen zu erlassen. Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren. Weil der Raum vor allem im windarmen Süden Deutschlands knapp wird, werden die Anlagen zunehmend auch in Wäldern gebaut. “Dort, wo der ökologische Schaden oft beträchtlich ist”, sagt der Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Der Tod von Schwarzstorch, Wespenbussard und seltenen Fledermausarten wird nun als unvermeidbar dargestellt und damit quasi legalisiert. “Die FDP Forderung `Keine Windenergieanlagen im Wald` ist richtig!”, sagt Fritz Vahrenholt. “Denn das Aktionsprogramm `Klimaschutz 2020` der Bundesregierung führt dazu, dass immer mehr Windenergieanlagen auch in Waldgebieten geplant und errichtet werden.” Für den Natur- und Artenschutz müssen beim Ausbau der Windkraft endlich bundesweit einheitliche Standards gelten.

Daher wird der Vorstoß der FDP, das Helgoländer Papier mit seinen wissenschaftlich begründeten Empfehlungen für Mindestabstände zwischen Brutplatz von Vögeln und Windkraftanlagen bundesweit als Standard zu verabschieden, von der Deutschen Wildtier Stiftung ausdrücklich begrüßt. “Die Willkür der Bundesländer bei den Abstandsregelungen muss beendet werden”, fordert Prof. Dr. Fritz Vahrenholt.

Quellenangaben

Textquelle:Deutsche Wildtier Stiftung, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/37587/3968184
Newsroom:Deutsche Wildtier Stiftung
Pressekontakt:Eva Goris
Pressesprecherin
Christoph-Probst-Weg 4
20251 Hamburg

Telefon 040 9707869-13
Fax 040 9707869-19

E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de
www.DeutscheWildtierStiftung.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Größer als neunzehn Cheops-Pyramiden Rangsdorf (ots) - + Großauftrag in Ägypten in Benban + Spezialist für wüste Standorte in der MENA Region + Thema Innovation endlich in Gestelle-Markt angekommen + Eine Klemme für alle Fälle + Beratung und Hintergründe auf der Intersolar Ingenieure und ProjektmanagerInnen von Mounting Systems stehen auf der Intersolar Europe zu folgenden Themen zur Verfügung. Vereinbaren Sie gerne Termine per Mail an: info@mounting-systems.com Großauftrag in Ägypten in BenbanMounting Systems liefert 650 einachsige Tracker der neuesten Generation für den Solarpark der ib vogt GmbH nach Benban. 195.000 Solarmo...
Neue Maßstäbe in Punkto Nachhaltigkeit und Effizienz: RCT Power stellt auf … Konstanz / München (ots) - Mit einem technisch durchdachten Batteriespeichersystem und einer dreiphasigen AC-Kopplung setzt die RCT Power GmbH neue Maßstäbe im Bereich Speichertechnologie: RCT Power Storage AC heißt der neue Batteriewechselrichter zur Erweiterung bestehender Photovoltaikanlagen. Passend zur Intersolar führt RCT Power den in Deutschland entwickelten und produzierten Wechselrichter in den Markt ein. Erstmals zu sehen gibt es die Neuheit auf der Intersolar 2018 am RCT Power Stand in Halle B1, Stand 252. AC-gekoppelte Speichersysteme verfügen über einen eigenen Batteriewechselrich...
Stoppt den Mähtod Deutsche Wildtier Stiftung: Auf 2,3 Millionen Hektar sind … Hamburg (ots) - Die Zahl von "100.000 totgemähten Rehen" ist nicht frei erfunden, sondern nach statistischen Kriterien berechnet; das ist ein großer Unterschied! Da Landwirte sich nicht selbst anzeigen, wenn sie ein Rehkitz ausgemäht haben, liegen natürlich keine gesicherten Zahlen über den tatsächlichen Verlust von Rehkitzen bei der Grünlandmahd im Frühjahr vor. Also ist man auf Hochrechnungen angewiesen. In Mecklenburg Vorpommern wurden in diesem Frühjahr auf 500 Hektar 40 Rehkitze per Oktokopter gefunden und vor dem Mähtod gerettet. Das bedeutete, dass acht Rehkitze auf 100 Hektar vom Mähto...