Berlin (ots) – Erzieher- und Lehrermangel, Personalmangel in den Standesämtern, bei den Kfz-Meldestellen und der Polizei sind bekannt. Nun aber trifft es auch die Gesundheitsämter der Berliner Bezirke und vor allem den Öffentlichen Gesundheitsdienst. 20 Prozent der Stellen sind unbesetzt. Und die Lücke wächst. Denn anderswo lässt sich mehr verdienen. Man mag es unfair und für den Steuerzahler auch teuer finden, wenn neu angeworbene Fachärzte mittels Sonderverträgen bis zu 1500 Euro im Monat mehr verdienen sollen als das bislang in den Landes- und Bezirksämtern tätige Personal. Doch der Blick in die Lohntabelle von Krankenhausärzten zeigt, dass es zu diesem Schritt, den der Senat jetzt beschlossen hat, wohl keine Alternative gibt. Es muss gehandelt werden, denn die Aufgaben, die diese Ämter wahrnehmen, sind wichtig.

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