Hamburg/Stuttgart (ots) – Die Techniker Krankenkasse (TK) und die AOK Baden-Württemberg setzen sich für eine Standardisierung der Gesundheitsakten für Versicherte in Deutschland ein. Gemeinsames Ziel sei es, dass alle Aktenlösungen einheitlichen technischen Standards folgten, forderten Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK, und Siegmar Nesch, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, auf dem Digital Health Summit der CEBIT. Nur so sei gewährleistet, dass die unterschiedlichen Lösungen der Krankenkassen miteinander kompatibel sind und sich keine Insellösungen etablieren.

Das gemeinsame Ziel von TK und AOK Baden-Württemberg ist es, die Akteure im Gesundheitswesen über die Sektorengrenzen hinweg zu vernetzen, und so die Versorgung der Versicherten zu optimieren. Bislang liegen medizinische Daten isoliert voneinander bei Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten oder Krankenkassen. Diese Daten bieten jedoch nur einen Mehrwert für die Versorgung der Versicherten, wenn sie sinnvoll zusammengeführt und genutzt werden können. Das bedeutet, dass die Versicherten die Datenhoheit über ihre persönlichen Gesundheitsinformationen besitzen müssen, um selbst bestimmen zu können, wann sie wem Zugriff darauf gewähren. Damit diese digitale Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen möglich wird, müssen die bestehenden technischen Lösungen sinnvoll zusammengeführt werden.

“Es ist gut, dass Krankenkassen hier die Führungsposition übernommen haben und das Thema Gesundheitsakte voranbringen”, sagt Dr. Jens Baas. Das dürfe aber nicht zu einer Vielzahl von Einzellösungen führen. “Die Digitalisierung macht dort Sinn, wo sie den Versicherten und ihrer Gesundheitsversorgung einen Mehrwert bringt. Die großen Potenziale der Digitalisierung können wir heben, wenn wir gemeinsam auf die Kompatibilität der technischen Lösungen setzen”, sagt Siegmar Nesch. Es sei wichtig, dass Aktenlösungen und Gesundheitsnetzwerke so gestaltet werden, dass die Daten portabel sind. “Wir schaffen offene Standards, sodass ein Versicherter seine Daten bei einem Kassenwechsel problemlos mitnehmen kann”, sagt Baas. Um es Versicherten zu ermöglichen, ihre Gesundheits- und Krankheitsdaten strukturiert und übersichtlich an einem Ort zu speichern und selbst zu managen, hat die TK gemeinsam mit IBM den digitalen Datentresor TK-Safe entwickelt. Über ihr Smartphone können TK Versicherte sicher auf ihre Gesundheitsinformationen zugreifen und ihre Daten verwalten.

Die AOK-Gemeinschaft hat in den Modellregionen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ihr digitales Gesundheitsnetzwerk gestartet. Über die Plattform können Patienten, niedergelassene Ärzte und Kliniken Gesundheitsdaten digital miteinander austauschen. Es schafft damit die technische Grundlage für die sektorenübergreifende Vernetzung. Der Versicherte bleibt dabei jederzeit Herr seiner Daten, die nur fließen, wenn er sein Einverständnis für den Datenaustausch gegeben hat. “Starke Vernetzung der Patienten mit ihren Ärzten und den Ärzten untereinander, mehr Qualität und klare Struktur sind das Gebot der Stunde und dies kann durch digitale Anwendungen enorm befördert werden”, so Nesch.

Hinweis für die Redaktionen: Die Techniker Krankenkasse und die AOK-Gemeinschaft versichern rund 37 Millionen Menschen in Deutschland. Das entspricht etwa jedem zweiten gesetzlich Versicherten in Deutschland.

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