Berlin (ots) – Nach nicht einmal 100 Tagen großer Koalition zerlegt sich die Union im Asylstreit. Horst Seehofer und die CSU nehmen die Demontage, ja womöglich den Sturz der Kanzlerin in Kauf. Einzelne CSUler drohten zeitweise mit einem Bruch der Fraktionsgemeinschaft. Das erinnert an Zeiten, als zwischen Franz Josef Strauß und Helmut Kohl die Fetzen flogen. Doch der bayerische Löwe brüllt gerne laut, aber er beißt selten zu. So schreckte die CSU-Spitze vor der finalen Eskalation zurück. Bis Montag will sie warten, bevor sie beim Masterplan ernst macht. Merkel hat ein paar Tage Zeit gewonnen. Sie wurde unter der Woche von der Wucht der CSU-Attacke kalt erwischt. Jetzt kämpft sie. Doch ihre Autorität ist nicht nur in der Union, sondern auch international schwer angekratzt. Für Europa ist das keine gute Nachricht.

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