Düsseldorf (ots) – Noch müssen sich die Sparer gedulden, die Währungshüter haben in Riga noch nicht mal über einen Zeitplan zur Leitzins-Anhebung gesprochen. Und doch ist ein Ende der Leiden in Sicht. Die EZB will das Programm zum billionenschweren Anleiheankauf auslaufen lassen. Endlich. Sie hatte es einst gestartet, um die Eurozone zu stabilisieren, und ist dabei bis an die Grenzen ihres Mandats gegangen. Inzwischen ist nicht nur die Inflation zurück. Die EZB droht auch Hauptgläubiger einzelner Staaten zu werden. Das aber muss Mario Draghi verhindern, um die Glaubwürdigkeit der Notenbank zu retten, der Staatsfinanzierung verboten ist. Billiges Geld war eine Droge, die die Euro-Zone zusammengehalten hat. Und wie bei jeder Droge darf es keinen kalten Entzug geben, damit der Patient nicht kollabiert. Entsprechend behutsam geht nun die EZB vor: Sie stoppt die Käufe, zieht das Geld aber nicht aus dem Markt. So soll ihr suchtkranker Patient langsam entwöhnt werden. Das gefällt Anlegern. Zugleich bekommen Bauherren noch eine Schonfrist, bevor Immobilienkredite wieder teuer werden.

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