Bielefeld (ots) – Gerhard Schröder mal wieder. Mit Autokraten, Diktatoren und anderen Alleinherrschern kann der Basta-Kanzler einfach gut. Man versteht sich eben unter Polit-Machos. Vielleicht käme der 74-Jährige auch mit Donald Trump (72) klar. Ausgeschlossen ist das nicht. Nun ist schon so ziemlich alles gesagt über Schröder und den »lupenreinen Demokraten« im Kreml. Vielleicht würde er auch den türkischen Präsidenten als solchen bezeichnen. Es ist durchaus ein Vorgang, wenn die Bundesregierung ausgerechnet Schröder zu den Erdogan-Feierlichkeiten nach Ankara schickt – als offiziellen Vertreter der Bundesrepublik. Wollte kein anderer, konnte kein anderer, sollte kein anderer? Musste überhaupt ein Vertreter aus Berlin dieser Machtdemonstration, die für die Türkei nichts Gutes verspricht, beiwohnen? In inoffizieller Mission kann Schröder sehr hilfreich sein. Bei der Freilassung des Journalisten Deniz Yücel und des Menschenrechtlers Peter Steudtner hatte er vermittelt. In quasi-amtlicher Funktion sollte er besser nicht eingesetzt werden. Sonst läuft man Gefahr, dass er Erdogan ein Trikot von Hannover 96 überreicht.

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