Hamburg (ots) – Jetzt im Juli werden aus farbenfrohen Erpeln unscheinbare Enteriche: die Mauser beginnt. Durch eine Hormonumstellung müssen Erpel jetzt Federn lassen. Ihr buntes Prachtkleid fällt ihnen schlicht aus: Übrig bleibt sprödes Gefieder in Grau- und Brauntönen, das dem Tarnkleid der Weibchen ähnelt. “Am besten kann die Mauser bei Stockenten beobachtet werden: Ihr schillerndes, grünbraunes Federkleid sieht plötzlich langweilig aus”, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung.

Bis zu drei Wochen dauert “die große Mauser”. In dieser Zeit wird der sonst selbstbewusste Erpel eher schüchtern: “Er zieht sich ins Schilf zurück, statt stolz umherzuwatscheln. Dort wartet er ab, bis ihm in ein paar Wochen die neuen Federn nachgewachsen sind und er sich wieder in ganzer Pracht zeigen kann”, so Eva Goris. Während der Mauserzeit sind Vögel nahezu flugunfähig. Das bedeutet, dass sie keine Möglichkeit haben zu flüchten, wenn Gefahr droht.

Doch warum gehen Vögeln die Federn überhaupt aus? Federn bestehen – wie Haare und Fingernägel – aus Keratin, das mit der Zeit brüchig wird. Vor allem die Schwingen und Schwanzfedern der Enten müssen erneuert werden. “Bis Oktober wird es in etwa dauern, bis das farbenprächtige Kleid des Erpels wieder vollständig nachgewachsen ist. Natürlich kommen auch weibliche Enten in die Mauser; allerdings einige Wochen später als die Erpel, denn dann ist die Aufzucht der Küken beendet”, erläutert Goris.

Spaziergänger sollten Vögel zur Zeit der Mauser möglichst nicht aufschrecken. “Hunde müssen unbedingt angeleint werden, um die flugunfähigen Enten nicht in Stress zu versetzen”, rät Eva Goris. Wassersportler wie Kanu- oder Ruderbootfahrer sollten dichtes Schilf meiden.

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Quellenangaben

Textquelle:Deutsche Wildtier Stiftung, übermittelt durch news aktuell
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