Düsseldorf (ots) – Eine der wichtigsten Ursachen für Schäden von Babys unter der Geburt ist eine mangelnde Kommunikation – insbesondere zwischen Hebammen und Ärzten. Ein weiterer häufiger Grund für Schäden ist die oft dünne Personaldecke auf Geburtsstationen. Das zeigt eine Online-Befragung unter 950 Ärzten und Hebammen, die Teil eines Gutachtens im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums ist, das der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Freitag) vorliegt. Die Fachkräfte wurden nach den Risikofaktoren für Geburtsschäden befragt. In über der Hälfte der Fälle sei Ressourcenmangel genannt worden, heißt es in dem Gutachten. Dabei sei besonders ein Risiko durch Überlastung und Zeitverzögerung hervorzuheben, wobei Überlastung mehr als doppelt so häufig von Hebammen wie von Ärztinnen und Ärzten genannt worden sei. Neben der Online-Befragung haben die Studienautoren Daten der Versicherungswirtschaft und Gerichtsurteile ausgewertet. Bilanzierend schreiben sie: “Über alle Methoden hinweg zeigt sich, dass eine mangelnde Kommunikation und Kooperation im Behandlungsteam, zu wenig Erfahrung und Wissen sowie eine nicht ausreichende Personalbesetzung neben den individuellen Risikofaktoren der Mutter die häufigsten Risikofaktoren sind.”

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