Hagen (ots) – Die Automobilbranche hat reichlich hausgemachte Probleme mit Abgasschummeleien und nun auch noch bedrohlichen Handelsbarrieren. Zudem ist fraglich, ob die Manager der großen deutschen Konzerne zuletzt die richtigen Entscheidungen bei Zukunftsthemen getroffen haben. Die Schubladen mit fertigen Konzepten für die E-Mobilität blieben lange geschlossen. Der Mut zur Brennstoffzelle fehlt nach wie vor. Es wird niemand behaupten, dass es leicht sei, mit einem Konzern auf Kurs und Innovationsführer zu bleiben. Aber es ist fatal, sich treiben zu lassen. Genau dies ist den großen Marken passiert. Von Firmen wie Tesla wie durch die staatlich beschleunigte Entwicklung chinesischer Marken. Umso bemerkenswerter, dass Hella aus Lippstadt, ursprünglich braver Scheinwerferproduzent, sich heute als Technologiekonzern mit rasantem Wachstum präsentiert, der zwar den Autobauern zuliefert, aber ihnen strategisch enteilt zu sein scheint. Rekordumsätze und Profitabilität sind das Ergebnis mutiger Entscheidungen in einem ehemals mittelständischen Familienunternehmen – etwa, sich bereits Mitte der 90er Jahre als Automobilzulieferer mit Softwareentwicklung zu beschäftigen. Ein Beleg für kluges und unaufgeregtes Management über Jahre.

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