Düsseldorf (ots) – Der langjährige Fraktionschef im Bundestag und jetzige Vorsitzende der Europäischen Linken, Gregor Gysi, hat die Debatte in der Union über mögliche Koalitionen mit seiner Partei im Osten mit der Annäherung von SPD und Linken verglichen. “Weil es genauso in der SPD begann”, sagte Gysi der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Montag). “Erst ein Beschluss der SPD, der ein Zusammengehen von ihr und PDS beziehungsweise Linken ausschloss, dann die ersten Stimmen aus der SPD dagegen, dann Koalitionen in Ländern des Ostens, und nun bestreitet niemand mehr die Möglichkeit zu einer solchen Koalition auf Bundesebene.” Es gebe aber zu wenig übereinstimmende Interessen zwischen Union und Linken auf Landesebene, um ernsthaft über Koalitionen nachzudenken. Dennoch bleibe die Frage, was Union und Linke unternähmen, wenn nur eine solche Koalition eine Regierungsbeteiligung der AfD in einem Bundesland verhindern würde. Der Widerstand von CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer gegen Gespräche mit der Linken begründet sich nach Gysis Ansicht darin, dass es bequemer für die Union sei, “die SPD an ihrer Seite zu haben und Stück für Stück kaputt zu machen”.

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