Düsseldorf (ots) – Die Spaltung der Gesellschaft, die mitunter aggressive Stimmung im Land und die Dominanz der Migrationsdebatte spiegelten sich am Mittwoch auch in der Generaldebatte im Bundestag wider. Nun könnte man rufen: Herzlichen Glückwunsch. Endlich ist Leben unter der Glaskuppel, und die Parlamentarier tragen einen Wettbewerb um die besten Ideen fürs Land aus. Doch leider verdrängt die Debatte über die Migration und den anschwellenden Rechtsextremismus die Zukunftsfragen des Landes. Die Kanzlerin blieb blass. Es war noch nie ihre Stärke, ihre eigene Politik mit großen Worten und vorgetragener Leidenschaft zu verteidigen. Die wirklich unangenehmen Themen wie Chemnitz und Köthen streifte sie nur oberflächlich. Den Streit um die Geschehnisse dort auf eine Semantik-Debatte zu reduzieren, ist zu wenig. Und die anderen Themen? Die Opposition hat Recht, wenn sie Merkel vorhält, dass sie zur Notwendigkeit der Digitalisierung vor vier Jahren schon das gleiche gesagt hat und dass eine Erwähnung des Klimawandels nach diesem Sommer angemessen gewesen wäre.

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