Potsdam (ots) – Menschen in aller Welt zu helfen, sich kreativ und innovativ auf die Herausforderungen der digitalen Transformation einzustellen, ist das Ziel eines neuen kostenlosen Onlinekurses zur Innovationsmethode Design Thinking, der nächste Woche startet. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI), das Design Thinking als europäischer Pionier lehrt und erforscht, bietet den Onlinekurs ab 19. September in englischer Sprache an. Er ist für jeden offen und überall abrufbar.

Fünf Wochen lang geht es um Schritte auf dem Weg von Informationen über Nutzerbedürfnisse hin zu kreativen Ideen für anwenderfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Anmelden für den englischsprachigen Kurs “Human-centered Design: From synthesis to creative ideas” kann man sich unter https://open.hpi.de/courses/ideas2018. Es handelt sich um das zweite Modul einer dreiteiligen Serie.

Durch das Programm mit vielen praktischen Aufgaben führen, wie schon im ersten Onlinekurs “Inspirations for Design” aus dem Jahr 2017, die Wissenschaftlerinnen und Design Thinking Coaches Lena Mayer (28), Karen von Schmieden (28) und Mana Taheri (33.). Durchschnittlich gut drei Stunden Zeitaufwand pro Woche sind nach ihren Angaben erforderlich, um den Stoff zu erarbeiten. Dabei geht es darum, praktisch zu lernen, wie man aus der Nutzer-Beobachtung und -Forschung relevante Erkenntnisse gewinnen kann, das Innovationsproblem aus Anwendersicht fokussiert angeht, verschiedene Brainstorming-Techniken einsetzt, viele Ideen entwickelt und aus den brauchbaren im Team Konzepte ableitet.

“Wer unseren Onlinekurs absolviert, kann Design Thinking-Elemente in eigenen Projekten gezielt einsetzen”, nennt Lena Mayer einen der Vorteile für die Teilnehmer. Zudem könnten sie praktische Erfahrungen mit der Innovationsmethode ins tägliche Leben und in ihre Arbeitsumgebung übertragen. “Außerdem wird es unseren Kursteilnehmern künftig leichter fallen, Brainstorming-Sitzungen zu guten Ergebnissen zu führen”, fügt Mana Taheri hinzu.

Der zweite Onlinekurs der drei HPI-Expertinnen kann unabhängig vom ersten absolviert werden. Als ihre Zielgruppe definieren sie “alle, die im Alltag auf völlig neue Ideen kommen und im Beruf innovative Produkte und Dienstleistungen erfinden wollen”. Im ersten Kursmodul hatten Mayer, von Schmieden und Taheri vor allem vermittelt, wie man neugierig und offen seine Mitmenschen beobachtet und sie richtig befragt, um verborgene tatsächliche Bedürfnisse von Anwendern zu erkennen.

Obwohl noch jung, ist das Kursleiterinnen-Trio schon sehr erfahren im Design Thinking. Es hat diese Innovationsmethode bei einem Zusatzstudium am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut gelernt. Seitdem vermitteln die drei Frauen die entsprechenden Kenntnisse auch als Coaches und gehen den Erfolgsgeheimnissen des Design Thinking zudem noch als Wissenschaftlerinnen auf den Grund.

Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den deutschen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet – auf der Plattform https://open.hpi.de. Sie vermittelt seitdem Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden Gebieten Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI gut 508.000 Kurseinschreibungen registriert. Mehr als 177.000 Personen aus 180 Ländern gehören auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst täglich. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen “Massive Open Online Courses”, kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher 54.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm für 2018 umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen gut 50 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden – ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann dafür die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen.

Über die HPI School of Design Thinking

Die HPI School of Design Thinking (https://hpi.de/school-of-design-thinking.html) wurde 2007 von Hasso Plattner nach dem Vorbild der Stanforder d.school in Potsdam gegründet und hat sich seither zum europäischen Drehpunkt für Bildung im Bereich Design Thinking entwickelt. Seit 2007 bietet die HPI School of Design Thinking jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium in der Innovationsmethode an. Revolutionär daran ist, dass sowohl die vier bis sechs Studenten pro Lerngruppe als auch ihre Professoren und Dozenten aus völlig unterschiedlichen Disziplinen stammen. Als multidisziplinäres Team, zum Teil auch mit Partnern aus der Wirtschaft, entwickeln sie Lösungsansätze, die die menschlichen Bedürfnisse in den Vordergrund rücken und nutzerzentriert sind. In diesem Jahr kommen die Studierenden der HPI School of Design Thinking aus 15 Nationen, von 65 Universitäten und 70 Disziplinen. Mehr als die Hälfte der DAX30-Unternehmen haben die D-School bereits besucht. Seit 2007 wird Design Thinking unter der Leitung von Professor Ulrich Weinberg erfolgreich am Hasso-Plattner-Institut gelehrt, gelebt und kontinuierlich weiterentwickelt. In enger Zusammenarbeit mit dem d.school-Schwesterinstitut in Stanford und Partner-Unternehmen aus allen Branchen hat die HPI D-School einen einmaligen Erfahrungsschatz zu Innovationsmethoden und Design Thinking aufgebaut. Die HPI Academy bietet Design Thinking für Professionals.

Quellenangaben

Textquelle:HPI Hasso-Plattner-Institut, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/22537/4059295
Newsroom:HPI Hasso-Plattner-Institut
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friederike.treuer@hpi.de

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