Berlin (ots) – Das Wirtschaftsingenieurwesen ist ein eigenständiger Studiengang und ein höchst erfolgreiches Berufsbild. Dem trägt das neue Musteringenieurgesetz Rechnung, was die Wirtschaftsministerkonferenz jetzt beschlossen hat.

Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure verbinden Technikkompetenz mit einem Blick für wirtschaftlichen Erfolg. Als interdisziplinär ausgebildete und flexibel einsetzbare Generalisten übernehmen sie in Unternehmen an wichtigen Schnittstellenpositionen integrierende und leitende Funktionen. Dieser besonderen Rollen des Wirtschaftsingenieurwesens trägt das jetzt von den Wirtschaftsministerkonferenz beschlossene Musteringenieurgesetz Rechnung. “Wirtschaftsingenieurwissenschaftliche Studiengänge bestehen aus ingenieurwissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Teilen sowie einem Integrationsbereich mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Um den Besonderheiten des Wirtschaftsingenieurwesens gerecht zu werden, wird bei wirtschaftsingenieurwissenschaftlichen Studiengängen auf die Festschreibung eines MINT-Anteils verzichtet”, teilt die Wirtschaftsministerkonferenz mit.

“Als Folge dieser Entscheidung bleiben alle existierenden Studiengänge des Wirtschaftsingenieurwesens ebenso wie die Berufsbezeichnung erhalten”, sagt dazu Prof. Dr.-Ing. Wolf-Christian Hildebrand, Präsident des Verbandes Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V. (VWI): “Wir begrüßen die Regelung ausdrücklich. Sie unterstreicht die besondere Rolle des Fachbereichs und schützt die Hochschulautonomie bei der Ausgestaltung der Studienfächer.”

Im Vorfeld der Entscheidung der Wirtschaftsministerkonferenz hatte es Auseinandersetzungen um den MINT-Anteil im Studium sowie um die Berufsbezeichnung “Ingenieur(in)” gegeben. Unter anderem hatten die Bundesingenieurkammern verlangt, künftig allein über die Vergabe der Berufsbezeichnung entscheiden zu können, und einen hohen MINT-Anteil gefordert. “Eine hochschulfremde Überprüfung der Absolventinnen und Absolventen sowie ihrer Berechtigung, den Ingenieurtitel zu tragen, wäre jedoch ein massiver Eingriff in die Hochschulautonomie gewesen”, sagt VWI-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Axel Haas: “Eine solche Regelung hätte zudem den deutschen Hochschulen die Kompetenz abgesprochen, qualitativ hochwertige ingenieurwissenschaftliche Studiengänge zu konzipieren.” Daher habe sich der VWI für die jetzt erfolgte Ausgestaltung des Musteringenieurgesetzes stark gemacht.

Mit dem Musteringenieurgesetz will die Wirtschaftsministerkonferenz eine Vereinheitlichung der Landesgesetze erreichen. In einem nächsten Schritt müssen nun die Bundesländer, deren Regelungen vom Musteringenieurgesetz abweichen, zu einer entsprechenden Anpassung ihrer Gesetze bewegt werden.

Der VWI

Der Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V. (VWI) wurde 1932 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Berlin. Mit dem Ziel, Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsingenieurinnen in interdisziplinären Tätigkeitsfeldern zu fördern, hat sich der VWI als führender Verband des Wirtschaftsingenieurwesens etabliert und zählt mittlerweile über 6000 Mitglieder – Tendenz steigend. www.vwi.org

Quellenangaben

Textquelle:Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/73608/4060211
Newsroom:Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V.
Pressekontakt:Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V.
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Axel Haas
Präsident: Prof. Dr.-Ing. Wolf-Christian Hildebrand

Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V.
Hermann-Köhl-Straße 7
28199 Bremen

Telefon: +49 179 10 57 567
E-Mail: axel.haas@vwi.org

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