Bonn (ots) – “Wenn Sie die Finanzkrise verstehen wollen, müssen Sie eines akzeptieren: Es geht nicht nur um Geld”, erklärt der ehemalige Investmentbanker Rainer Voss. “Es geht vielmehr um Allmachtsgefühle. Der Banker fühlt sich als Master of the Universe, als Weltenlenker. Doch in Wahrheit ist das System viel zu komplex, als das ein Einzelner die Folgen seines Handelns überschauen kann.” In der Sendung “phoenix persönlich” spricht Michael Krons mit dem ehemaligen Investmentbanker Rainer Voss über die Ursachen der Banken- und Finanzkrise, über die Frage, ob Banker in einer Parallelwelt leben und darüber, welche Lehren aus der Finanzkrise von 2008 gezogen wurden.

Der Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers vor zehn Jahren löste eine globale Finanz- und Wirtschaftskrise aus. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, versuchten Regierungen, Banken vor der Pleite zu retten. Wie konnte es soweit kommen? Viele Banker hätten sich weit von den normalverdienenden Menschen entfernt, und nicht jeder sei charakterlich geeignet, eine Bank zu führen, so Rainer Voss. “Wir treten die Aufklärung mit Füßen: Für den Hartz-IV-Empfänger gilt: Du bist ein eigenverantwortlicher Mensch, du bekommst vom Staat ein paar hundert Euro, und davon musst du leben. Und alles, was darüber hinausgeht, darum musst du dich selbst kümmern. Und dann gibt es Bankmanager, die beziehen achtstellige Gehälter und brauchen trotzdem eine Ethikkommission, die ihnen sagt, welche Geschäfte sie machen dürfen und welche sie bleiben lassen sollten. Da ist nichts mit Eigenverantwortung. Dass das kein normaler Mensch mehr versteht, ist doch klar.”

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