Düsseldorf (ots) – Es ist ein Szenario wie gemacht für die Grünen. Auf der einen Seite ein 12.000 Jahre alter Eichenwald mit seltenen Tierarten, auf der anderen Seite ein gieriger Konzern, der mit einem umstrittenen Rechtstitel diesen Forst zugunsten des Profits abholzen will. Doch ganz so einfach ist es nicht. Der Energiekonzern RWE handelt im Einklang mit dem Betriebsplan zum Abbau der Braunkohle. Und der wurde von allen Landesregierungen akzeptiert. Er darf also seine Geschäftsinteressen verfolgen. Und dazu gehört auch die Rodung des Hambacher Forsts, so berechtigt der Protest dagegen ist. Wenn Grünen-Politiker sich an Bäume ketten, handeln sie rechtswidrig. Denn die Rodung selbst löst keine Klimakatastrophe aus und rechtfertigt keinen zivilen Ungehorsam. Ob Konzern und Landesregierung klug beraten sind, ist eine andere Frage. Gibt es keine andere Möglichkeit als Abholzung, um den Tagebau in Hambach weiterzuführen? Und muss die NRW-Landesregierung den Brandschutz für die Räumung bemühen, obwohl die Baumhütten seit Jahren unbeanstandet bestehen? Die Landesregierung muss Recht durchsetzen, aber die Spielchen mit dem Brandschutz lassen.

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