Bielefeld (ots) – Die Afrikanische Schweinepest in Belgien: Die für Menschen ungefährliche Tierseuche stellt heimische Landwirte vor Probleme. Das Virus ist aggressiv und langlebig. Bei Ausbruch der Tierseuche drohen massivste wirtschaftliche Einschnitte. Mit dem ersten Fall – egal ob Wild- oder Hausschwein – verliert Deutschland nach derzeitigem Stand international die Zulassungen als Exporteur. Damit wären Jobs in Gefahr: in den Fleischunternehmen, der Futtermittel- oder der Agrartechnikbranche, auf den Höfen. Doch es gibt noch einen weiteren Punkt: Denn beunruhigend ist nicht nur die Nähe zur Grenze – 60 Kilometer sind für eine Rotte ein Katzensprung – sondern der Fundort Hunderte Kilometer von bisherigen Seuchenherden entfernt. Nun muss ein Fragenkatalog abgearbeitet werden. Etwa: Wie kam das Virus ins Nachbarland, wie hoch ist die Rate infizierter Tiere? Ist es möglich, den Sauenbebestand der nahen Eifel zu reduzieren, um ein Einsickern des Virus noch zu verhindern? Vor allem sind belgische Behörden in der Pflicht. Angesichts deren Agierens bei früheren Skandalen ist es leider nicht unwahrscheinlich, dass das Virus sogar von ihrer Arbeit profitiert.

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