Stuttgart (ots) – Die Angst vor Kontrollverlust bezieht sich längst nicht mehr nur auf die Frage, wie viele Milliarden Deutschland für überschuldete Staaten wie Griechenland oder Italien ausgeben muss, sondern auch auf die Wohnungsnot und auf die Zuwanderung. Es musste also schon einiges zusammenkommen, um rechts- und linkspopulistische Parteien und Bewegungen groß zu machen. Viele Politiker attackieren deshalb die Populisten, schweigen aber zu den Ängsten, die sie groß gemacht haben. Sie attackieren somit auch die Wähler, die sie zurückgewinnen wollen. Oder sie versuchen wie die SPD, die Bürger durch unhaltbare Rentenversprechungen von den Themen abzulenken, die ihnen auf den Nägeln brennen. Doch so lässt sich das Vertrauen nicht zurückgewinnen. Wenn die Krise dazu führt, dass Bürger und die Fragen, die sie bewegen, wieder ernst genommen werden, hätte sie tatsächlich sogar etwas Positives bewirkt. Denn Populisten können nie größer werden als die Ängste, denen sie ihren Aufstieg verdanken.

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