Düsseldorf (ots) – Metro-Chef Olaf Koch mag die Real-Märkte und deren Profitabilität noch so loben – am Ende ist der geplante Verkauf des Unternehmens nichts anderes als der Versuch, nach Galeria Kaufhof einen weiteren lästigen Klotz am Bein loszuwerden. Will die neue Metro wirklich in absehbarer Zeit Erfolg haben, muss sie alles an Ballast abwerfen, was möglich ist. Für die Erkenntnis braucht es nicht einmal neue Investoren, die Druck machen. Die Verkaufspläne sind der traurige Schlussakt einer jahrelangen Tragödie. Es waren verlorene Jahre für die Metro, in denen handelsfremde Manager wie Koch und sein Vorgänger Eckhard Cordes es nicht verstanden haben, der Metro eine nachhaltige Strategie zu verordnen, die Investoren von der dauerhaften Zukunftsfähigkeit hätte überzeugen können. Im Grunde ist in den vergangenen Jahren kaum mehr geschehen als die Zerschlagung des Imperiums von einst. Und die droht auf Dauer auch Real. Denn das lehrt die Vergangenheit: Käufer wollen immer nur die schönen Stücke. Den Rest nehmen sie in Kauf, aber auch das nur vorübergehend.

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