Düsseldorf (ots) – In der Not frisst der Teufel Fliegen und der Verkehrsminister seine Worte: Eigentlich wollte Andreas Scheuer Hardware-Nachrüstungen für Diesel stets verhindern, wissend, dass auf die Autokonzerne sonst Milliarden-Kosten zukommen könnten. Doch nach Gerichtsurteilen drohen in immer mehr Städten Fahrverbote. Und CSU-Mann Scheuer sieht in Hardware-Nachrüstungen offenbar den letzten Ausweg, um die Verbote und den geballten Zorn der Diesel-Fahrer abzuwenden. Fahrverbote in Frankfurt wären das letzte, was Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier vor der Landtagswahl im Oktober gebrauchen kann. Technisch sind Nachrüstungen auch kein Problem, aber finanziell. Union und FDP tüfteln bereits an Lösungen, um die Autoindustrie vor Milliardenlasten zu bewahren. Diese Rücksichtnahme ist unverständlich: Volkswagen und Co. haben ihre Kunden jahrelang mit manipulierter Software betrogen. Selbstverständlich müssen sie die Mängel wirksam und auf ihre Kosten beseitigen. Drei Jahre nach Bekanntwerden von Diesel-Gate wird es höchste Zeit.

Quellenangaben

Textquelle:Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/30621/4061894
Newsroom:Rheinische Post
Pressekontakt:Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Das könnte Sie auch interessieren:

Jüdische Gemeinde Berlin: Urteil gegen den gewalttätigen 19-Jährigen ist ein … Berlin (ots) - Der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Sigmount Königsberg, hat das Urteil gegen einen 19-Jährigen wegen eines antisemitischen Übergriffs auf zwei Kippa tragende Männer als »schlechten Witz« bezeichnet. »Ich hätte erwartet, dass das Gericht Erwachsenenstrafrecht anwendet und eine mehrmonatige Haftstrafe ausspricht«, sagte Königsberg der in Berlin erscheinenden Tageszeitung »neues deutschland« (Mittwochausgabe). In jedem Fall habe er sich ein stärkeres Signal des Rechtsstaats gewünscht, so Königsberg. »Ich fürchte, dass manche dieses allzu milde Urteil a...
Heilsamer Druck Kommentar von Philipp Neumann Berlin (ots) - Dieser Montag könnte eine Wegmarke sein im Diesel-Skandal: Ermittler durchsuchten die Privaträume von Audi-Chef Rupert Stadler. Und am Nachmittag musste Daimler-Chef Dieter Zetsche zum zweiten Mal zum Rapport ins Verkehrsministerium. Dieser Montag könnte der Tag werden, an dem die Spitzen der deutschen Autoindustrie endlich merken, dass es so nicht weitergehen kann. Zeit dafür wäre es. Aussitzen, abwarten und die Wahrheit scheibchenweise bekannt geben, diese Strategie geht nicht mehr auf. Die einzige Sprache, die die Automanager verstehen, ist die von Zwang und Druck. Verkehrsmi...
Kipping zu US-Botschafter Richard Grenell: “Mit dieser autoritären Rechten … Düsseldorf (ots) - Die Linke-Vorsitzende Katja Kipping sieht in dem Interview des US-Botschafters Richard Grenell mit der rechtsgerichteten Internetseite "Breitbart" Anzeichen für eine zunehmende Kriegsgefahr. Grenells parteipolitisches Verständnis von seinem Amt als Diplomat und Botschafter und seine europakritischen Äußerungen seien bezeichnend für die "Internationale der Mauerbauer und Hardliner", sagte Kipping der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwoch). Die Gruppe der Hardliner reiche von US-Präsident Donald Trump über Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban bis zu Österreichs Kanzle...