Mainz (ots) – Die Digitalisierung der Arbeitswelt hat bislang fast jede Prognose überholt. Sie vollzieht sich radikal, mit rasender Geschwindigkeit und führt uns in eine Zukunft, von der wir heute noch gar nicht genau wissen, was sie für uns bereithält. Und so wird voraussichtlich auch der Anteil der Arbeit, die von Menschen verrichtet wird, noch schneller und breiter sinken, als vom Weltwirtschaftsforum (WEF) in seiner Studie vorhergesagt. Doch Vorsicht: Das gilt für jene Arbeit, wie wir sie bislang kennen. Die Digitalisierung wird jedoch auch jede Menge Jobs hervorbringen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Darin liegt eine große Chance – und zugleich eine enorme Herausforderung. Experten betonen immer wieder, wie wichtig in Zukunft hoch qualifizierte Mitarbeiter sein werden. Das stimmt zwar, verkannt wird aber oft, dass ein Großteil der Arbeitskräfte im Land gar nicht das Potenzial hat für hoch qualifizierte Jobs. Früher konnte man in der Industrie auch mit einer einfachen Ausbildung gutes Geld verdienen. Das gilt bislang auch für Behörden- und Büroangestellte. Doch auch ihre Arbeit werden künftig zu einem Großteil Roboter und Algorithmen übernehmen. Wir müssen nun verhindern, dass diese Beschäftigten, deren Zahl in die Millionen geht, einfach in den Billiglohnsektor abrutschen. Damit eine Gesellschaft funktionieren kann, braucht sie eine breite Mittelschicht. Bewältigen wir diese Herausforderung nicht, spielt das den Radikalen im Land in die Hände. So, wie das in der Geschichte fast immer der Fall ist, wenn große Umwälzungen die Menschen verunsichern.

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