Bitcoin, Libra und Co: die Geschichte geht weiter

Auch wenn der ganz große Hype in Sachen Bitcoin zunächst vorbei ist – für Kryptowährungen ist das aktuelle ruhigere Fahrwasser nur ein Zwischenschritt.

Alleine die Informationsplattform dna-signal.com listet jede Woche in der Kategorie „crypto currencies“ hunderte von Nachrichten aus aller Welt zu den digitalen Währungen auf (ausgewählt nach Relevanz aus 260,000 Nachrichtenquelle).

Einige aktuelle Beispiele:

Nach dem Start der Handelsplattform für ausgewählte Investoren im September bietet die Börse Stuttgart nun für alle interessierten Nutzer mit Sitz in Deutschland die Möglichkeit, mit Kryptowährungen zu handeln, nicht nur mit Bitcoin.

Zunächst einmal müssen sich die Nutzer auf Ein- und Auszahlungen sowie den Handel mit Bitcoins gegen Euro beschränken. In Zukunft wird BSDEX auch andere Kryptowährungen und digitale Assets wie Security-Token auflisten.

Die Nutzer müssen ihre Identität digital nachweisen und bestimmte Anforderungen erfüllen. Um sich direkt mit BSDEX zu verbinden, müssen die Nutzer ein deutsches Bankkonto besitzen und mindestens achtzehn Jahre alt, in Deutschland ansässig und Staatsangehöriger eines Landes des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sein. Damit ist die BSDEX die erste regulierte Token-Handelsplattform in Deutschland.


Acht ehemalige Entwickler der New Yorker Investmentbank Morgan Stanley lancieren eine Derivatebörse für Kryptowährungen mit dem Namen „Phemex„.

Laut dna-signal behauptet das Unternehmen, dass die Börse auf dem neuesten Stand der Technik ist und zu den fortschrittlichsten der Branche gehören wird:

Phemex ist 10x schneller als herkömmliche Krypto-Handelsplattformen mit der Fähigkeit, 300.000 Transaktionen pro Sekunde zu verwalten…..„.

Die Systemarchitektur von Phemex mit niedriger Latenzzeit soll eine Auftragseingangs- und Reaktionszeit von weniger als 1 Millisekunde und einen stabilen algorithmischen Handel erlauben.


Libra, der Versuch von Facebook, in die Kryptowährung einzusteigen, hat ja bereits eine Reihe von Rückschlägen erlitten. Der europäische Datenschutzbeauftragte Wojciech Wiewiórowski betonte bei Wired die offenen Datenschutzfragen des Projekts:

In der Europäischen Union garantieren die Allgemeine Datenschutzverordnung (GDPR) und die ePrivacy-Richtlinie den Schutz der Privatsphäre und des persönlichen Daten als Grundrechte für jeden Einzelnen. Es besteht kein Zweifel daran, dass Libra diesen Gesetzen unterliegen würde.

Es ist klar, dass Zahlungs- und Transaktionsdaten viele Informationen über den Benutzer vermitteln, was die Profilerstellung erleichtert. Der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) untersucht hauptsächlich die potenzielle Datenweitergabe, die durch Libra in einem bisher nicht gekannten Umfang ausgelöst werden kann. Auch wenn die gemeinsame Nutzung von der Zustimmung der Benutzer abhängig wäre, kann dies langfristig den weiteren Verlust der Kontrolle über die Daten zur Folge haben“.

Keine guten Zeiten für die geplante Facebook-Währung.