Welche Berufe sind wegen Corona besonders gefährlich?

(ddna). Das gesellschaftliche Leben liegt fast vollständig lahm und überall, wo es geht wird von Zuhause gearbeitet. Das O*NET, ein Informationsnetzwerk des US-Arbeitsministeriums, hat jetzt eine Analyse vorgestellt, welche Berufsgruppen gegenwärtig besonders gefährdet sind

  • sich selbst anzustecken
  • andere anzustecken

Einige Ergebnisse sind kaum überraschend: kaum gefährdet sind Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, aber auch Rechtsanwälte – solange sie sich an einen Mindestabstand zu ihren Mandanten halten. Hausmeister und die Menschen, die bei der Müllabfuhr arbeiten, gelten als sehr gering gefährdet. Eine beruhigende Nachricht in diesen Tagen, wenn es offensichtlich keinen Grund gibt, auch noch die Müllabfuhr einzustellen.


Die ersten Lieferdienste haben bereits die Regel eingeführt, nur noch bargeldose Zahlungen zu akzeptieren und keinesfalls die Ware von Hand zu Hand zu übergeben – völlig richtig, denn Kurierfahrer gehören bereits zu den Berufsgruppen mit starkem Ansteckungs- und Weiterverbreitungsrisiko. Gleichauf liegen Polizistinnen und Polizisten: der schnelle, häufige Kontakt mit völlig Unbekannten ist extrem risikoreich.

Dies gilt genauso für Supermarktkassierer und Feuerwehrleute, die meist auch im Rettungs- und Sanitätsdienst unterstützen.


An erster Stelle auf dieser Risikoliste stehen all die, die in diesen Zeiten besonders gebraucht werden: Krankenpfleger, Krankenschwestern und Sanitäter. Besonders vorsichtig sein müssen natürlich auch Altenpfleger: ihre Patienten sind die, die am ehesten schwerste gesundheitliche Probleme bei einer Infektion bekommen.

Fast genauso gefährdet sind Flugbegleiter.

Das größte Risiko such selbst oder andere anzustecken hat allerdings ein Berufsstand, bei dem ma einen Besuch in den nächsten Wochen vielleicht doch verschieben kann: unangefochten ganz oben auf dieser Liste stehen Zahnärzte.


Eva Braidt, Berlin