Panik und Chancen am Aktienmarkt

Coronavirus: Panik und Chancen am Aktienmarkt

Ein Minus von 10 Prozent – der DAX hat mit Beginn der Coronavirus-Problematik einen herben Verlust einfahren müssen. Hat man dann kurz geglaubt, der deutsche Aktienindex würde sich schneller als gedacht erholen, so folgte dann Ende der 11. Kalenderwoche ein neuerlicher Absturz. Lag der DAX noch am 24. Februar bei 13.200 Punkten, so bewegt man sich nun bei einem Punktestand um die 10.000 Punkte.


Aber nicht nur der DAX musste horrende Verluste einstecken. Der S&P 500 ist ebenfalls abgestürzt – und zwar von knapp 3.500 Punkten auf rund 2.300. Der Dow Jones rutschte von einem Punktestand knapp der 30.000 auf 20.000 ab.


Folgt die nächste Wirtschaftskrise?

Die Situation, die aktuell am Aktienmarkt vorherrscht, könnte nicht angespannter sein. Einige Anleger haben bereits auf den Verkaufsknopf gedrückt oder sind kurz davor, ihre Bestände zu verkaufen. Die Angst, dass der Coronavirus zu einer noch stärkeren Belastung für die Wirtschaft wird, ist nicht unbegründet – dass die Aktienmärkte noch stärker in Mitleidenschaft gezogen werden, daher nicht komplett auszuschließen.

Doch natürlich ist jede Krise zugleich die Chance für einen Neuanfang. Einige Aktien sind nämlich zu einem relativ günstigen Preis zu bekommen. Aber nicht nur der Aktienmarkt mag zum aktuellen Zeitpunkt ansprechend sein – auch der Bitcoin befindet sich auf einem einladenden Preisniveau. Denn der Coronavirus hat auch den Kryptomarkt infiziert. So schlitterte der Bitcoin von 8.000 US Dollar auf unter 5.000 US Dollar – aktuell befindet sich der Bitcoin (Stand: Mitte März 2020) unter 6.000 US Dollar. Ganz egal, ob man über Bitcoin Pro handelt oder direkt in den Kryptomarkt investieren will – die Gelegenheit, die sich gerade bietet, sollte bei entsprechendem Interesse genutzt werden.


Jetzt in Daimler investieren?

Die Daimler-Aktie hat im vergangen Jahr eine schwierige Zeit erleben müssen – und auch 2020 scheint es nicht besser zu werden. Einerseits lag das an den wenig erfreulichen Jahreszahlen, die zu Beginn des Jahres veröffentlicht worden sind, andererseits auch am Hinweis, dass die Dividende gekürzt werde. Zwei Dinge, die Aktionäre in der Regel verschrecken.

Dass nun noch der Coronavirus die Aktienmärkte belastet, mag ebenfalls nicht für einen positiven Ausblick sorgen. Anfang März notierte Daimler zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (kurz: KGV) von 15,7. Man könnte jetzt meinen, das sei keinesfalls vielversprechend. Der Grund für dieses KGV? Die Berechnung fand bereits mit dem eingebrochenen Gewinn je Aktie aus dem Jahr 2019 statt.

Wer also der Meinung ist, es handelt sich nur um eine kurzfristige Schwächephase und meint, Daimler wäre auch in der Lage, demnächst noch stärker am Elektromobilitätsmarkt Fuß fassen zu können, so mag der Ausblick positiv sein. Der Zeitpunkt, jetzt zu investieren, wäre daher ausgesprochen gut.


Wie geht es mit der Lufthansa weiter?

 Das KGV der Lufthansa liegt bei gerade einmal 2,51. Seitdem Teile von der Air Berlin übernommen wurden, arbeitet die Kranich-Airline daran, die Sparte Eurowings operativ in Gang zu setzen, was – zumindest auf lange Sicht – auch funktionieren könnte.

Dass natürlich der zurückgehende Flugverkehr aufgrund der Coronavirus-Panik nicht gerade der Lufthansa in die Hände spielt, ist keine Überraschung. Das wird auch Auswirkungen auf den Aktienmarkt haben. Jedoch wird es auch wieder bessere Zeiten geben. Wer also glaubt, dass die Lufthansa-Aktie demnächst den Boden erreicht hat, kann durchaus Geld in das deutsche Unternehmen stecken.


Tipp Nummer 3: Schaeffler

Bei Schaeffler handelt es sich um ein Unternehmen, das aufgrund der Veränderungen innerhalb der Automobilindustrie ordentlich in die Mangel genommen wurde. Jedoch handelt es sich bei dem Autozulieferer um ein Unternehmen, das wohl auch in naher Zukunft von den Veränderungen der Automobilindustrie profitieren könnte.

Das KGV liegt bei 5,52. Auch hier gilt, dass es in absehbarer Zeit wieder bergauf gehen könnte. Der Zeitpunkt, zu investieren, mag aktuell also ebenfalls gut sein.

Jedoch ist zu erwähnen, dass nicht absehbar ist, ob es nicht noch weiter in den Keller geht. Viele Experten warnen vor einer Wirtschaftskrise, die schlimmer als jene 2007 bzw. 2008 ausfallen könnte. Investiert man aktuell in Aktien, so braucht man Geduld – und vor allem starke Nerven.


Nicolas Sender ist seit vielen Jahren als Blogger im Internet aktiv und schreibt Beiträge für verschiedene Online-Magazine. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf den Themen Wirtschaft, Technologie und Unterhaltung