Mehr als 1.000 Neuerkrankte in Deutschland

Heute (6. August), Stand 17:30 Uhr MEZ:

Es gibt in Deutschland Schätzungen zufolge derzeit etwa 10.453 akut Infizierte (413 mehr als gestern). Am 6. April gab es mit 72.864 akut Erkrankten die meisten.

In den vergangenen 24 Stunden hat die Zahl der Corona-Erkrankungen in Deutschland weiter zugenommen: um 994 Menschen. Das entspricht einer Steigerung um 0,46% (Landesbehörden und JHU, Stand: 06.08.2020, 14:35 Uhr) auf jetzt 214.781 bestätigte Fälle. Gestern wurden insgesamt 1.285 neue Infizierungen gemeldet, das erste mal seit langem also wieder mehr als 1.000. (Corona-Chronik)

Anfang April wuchs die Zahl der Infizierten noch um täglich 8,44%, Anfang Mai nahm die Zahl der neu Infizierten bereits nur noch um 0,66% zu.

Von allen betroffenen Ländern liegt Deutschland auf Platz 20 bezogen auf die Anzahl der Fälle. An der Spitze steht die USA mit 4.826.861 bestätigten Erkrankten. (zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die größten deutschen Unternehmen)

Sterberate in Deutschland bei 4,3%

Heute gab es hierzulande bereits einen Todesfall, bei dem als Ursache Corona feststeht, was die Zahl auf 9.180 erhöht (+ 0,01%). Das entspricht einer Sterblichkeitsrate von rund 4,27% der Erkrankten, womit Deutschland eine niedrigere Sterblichkeitsrate als 37 andere Länder hat.

Wieder kleine Erhöhung der täglichen Erkrankten

Aktueller Verlauf: Diese Woche gab es in Deutschland eine leicht schlechtere Entwicklung was die Anzahl der neuen Corona-Erkrankungen angeht. Die insgesamte Zahl der neuen Infizierten pro Tag ist in der letzten Woche von 560 auf 650 gestiegen, ebenso wie der prozentuale Anstieg. Dieser lag vor einer Woche noch bei etwa 0.3% mehr Erkrankten pro Tag, diese Woche hatte Deutschland dagegen jeden Tag etwa 0.4% mehr. Die Anzahl der Infizierten steigt also wieder an. Heute liegen wir bereits 344 Fälle über dem Durchschnitt der letzten 7 Tage.

Zur Erinnerung: Anfang März wurden täglich etwa 510 neue Erkrankungen registriert. Da es zu dieser Zeit noch verhältnismäßig wenige Infizierte gab, war diese Anzahl an Neuerkrankungen prozentual gesehen sehr hoch. Damals war das ein täglicher Anstieg von rund 29.7% mehr Erkrankten im Vergleich zum Vortag. (Heute liegt der Anstieg im Vergleich zu gestern bei bisher 0,46%)

Deutschland nicht unter den 10 am stärksten betroffenen Ländern

Die Zahl der Fälle sagt wenig darüber aus wie stark eine Bevölkerung betroffen ist: blickt man auf das Verhältnis der Einwohnerzahl Deutschlands und auf die Zahl aller Fälle liegt Deutschland auf Platz 65 der am stärksten betroffenen Länder: auf eine Million Einwohner kommen 2.589 bestätigte Kranke. Vor einer Woche war Deutschland noch auf Platz 64. (Veränderung der Miet- und Immobilienpreise seit Beginn der Corona-Krise)

Die Anzahl der Personen in Deutschland, die offiziell den Virus überstanden haben, hat sich heute um 580 erhöht, womit wir bei mindestens 195.148 wieder gesunden Personen sind: Es sind also rund 90,9% der Erkrankten in Deutschland wieder gesund.

Demographische Analyse der Corona-Erkrankungen in Deutschland

Bezogen auf Altersgruppen gibt es bei den über 80 Jährigen die meisten Corona-Fälle: auf 100.000 Personen 401 Fälle. An zweiter Stelle sind die 35 bis 59 Jährigen mit 298 Fällen. Kleinkinder unter 4 Jahren erkranken kaum. In dieser Gruppe gibt es bisher 81 Fälle auf 100.000. Das Durchschnittsalter der Erkrankten liegt bei rund 51 Jahren.

Die Sterberate ist ebenfalls bei den über 80 Jährigen am höchsten. Im Schnitt stirbt in dieser Altersgruppe jeder vierte Corona-Patient. Die 60 bis 79 Jährigen sind an 2. Stelle mit 8%. Alle anderen Gruppen haben eine fast vernachlässigbare Sterberate von unter 1%. Bei den 5 bis 14 Jährigen gab es sogar noch keinen einzigen Todesfall.

Reproduktionszahl in Deutschland

Die Corona-Reproduktionszahl in Deutschland liegt laut den Berechnungen des RKI derzeit bei 0,99. Die Reproduktionszahl gibt an, wieviele Personen von einem Infizierten im Durchschnitt angesteckt werden. Liegt Sie unter eins, breitet sich das Virus langsamer aus, liegt sie über 1, wächst die Anzahl der Erkrankten immer schneller. Der aktuelle Wert liegt etwas unter dem Durchschnitt der vorherigen Tage (-0,06). Mit einem Wert von 3,4 war die Reproduktionsrate am 10. März am höchsten.

Zunahme der Infizierten vor allem in Nordrhein-Westfalen

Innerhalb von Deutschland gibt es in Bayern die meisten Corona Fälle. Dort gibt es 51.583 bestätigte Erkrankte, was 89 mehr sind als gestern. Mit 907 Erkrankten hat Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten. Auch vom prozentualen Anteil her (abhängig von der Einwohnerzahl) hat Bayern die meisten. In der Hauptstadt Berlin ist die Anzahl von 9.489 auf 9.490 gestiegen (+0,01%).

In Nordrhein-Westfalen gab es heute prozentual bisher die meisten neuen Fälle. Seit gestern haben sich dort 425 mehr Menschen infiziert (+ 0,85%).

Gestern gab es in 193 der 412 in der Corona-Statistik erfassten Regionen in Deutschland keine neuen Fälle. Dazu gehören unter anderem der Landkreis Region Hannover und die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main.

In der vergangenen Woche gab es auf hunderttausend Einwohner gerechnet im Landkreis Dingolfing-Landau (+231) und der kreisfreien Stadt Offenbach am Main (+29) die meisten neuen Corona Fälle.
Für die kreisfreie Stadt Offenbach am Main waren das im Durchschnitt jeden Tag etwa 5 neue Erkrankte. Es scheint dort aber ein wenig besser zu werden, da es gestern nur 3 neue Infizierte gab, was 2 weniger sind als im Durchschnitt der letzten 7 Tage. In Dingolfing-Landau gab es gestern 110 neue Corona-Erkrankte, also 78 mehr als im Durchschnitt der letzten 7 Tage.

Der Landkreis Dingolfing-Landau hatte gestern auf die Einwohnerzahl bezogen die meisten neuen Fälle aus ganz Deutschland (114). Der Ort mit den zweitmeisten neuen Fällen (der Landkreis Kusel) hatte dagegen nur 13 neue Infizierte auf hunderttausend Einwohner zu verzeichnen.
Heute gab es bisher in Baden-Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein noch keine neuen Corona-Infizierten.

In welchen Bundesländern sind am meisten Menschen erkrankt?

  • Bayern: 51.583 Fälle (+89), 2.624 Todesfälle
  • Nordrhein-Westfalen: 50.493 Fälle (+425), 1.752 Todesfälle (+1)
  • Baden-Württemberg: 37.579 Fälle, 1.851 Todesfälle
  • Niedersachsen: 14.736 Fälle (+65), 654 Todesfälle
  • Hessen: 12.310 Fälle (+56), 523 Todesfälle
  • Berlin: 9.490 Fälle (+1), 224 Todesfälle
  • Rheinland-Pfalz: 7.687 Fälle (+60), 239 Todesfälle
  • Sachsen: 5.588 Fälle (+20), 225 Todesfälle
  • Hamburg: 5.529 Fälle (+44), 261 Todesfälle
  • Brandenburg: 3.622 Fälle (+7), 173 Todesfälle
  • Schleswig-Holstein: 3.534 Fälle, 158 Todesfälle
  • Thüringen: 3.401 Fälle (+11), 182 Todesfälle
  • Saarland: 2.897 Fälle (+6), 174 Todesfälle
  • Sachsen-Anhalt: 2.050 Fälle (+6), 64 Todesfälle
  • Bremen: 1.795 Fälle, 56 Todesfälle
  • Mecklenburg-Vorpommern: 907 Fälle, 20 Todesfälle
  • Nicht zugeordnet: 1.580 Fälle (+204)

Corona in unseren Nachbarländern

Von unseren benachbarten Ländern ist weiterhin Luxemburg am stärksten betroffen: 7.007 Fälle bedeutet für Luxemburg, dass 1,153% der Bevölkerung infiziert sind. Bislang sind dort 118 Menschen an dem Corona-Virus gestorben. Aufgrund des hohen Prozentsatzes liegt Luxemburg damit noch vor

  • Belgien (71.158 Fälle, 0,623% infiziert, 9859 Todesfälle).
  • der Schweiz (36.108 Fälle, 0,424% infiziert, 1985 Todesfälle).
  • Frankreich (231.310 Fälle, 0,345% infiziert, 30308 Todesfälle).
  • den Niederlanden (57.357 Fälle, 0,333% infiziert, 6173 Todesfälle).
  • Dänemark (14.561 Fälle, 0,251% infiziert, 617 Todesfälle).
  • Österreich (21.696 Fälle, 0,245% infiziert, 719 Todesfälle).
  • Tschechien (17.529 Fälle, 0,165% infiziert, 388 Todesfälle).
  • und Polen (49.515 Fälle, 0,1304% infiziert, 1774 Todesfälle).

Von diesen Ländern hat Belgien die höchste Sterblichkeitsrate der Infizierten mit rund 13,9%, gefolgt von Frankreich mit etwa 13,1%.

Zahl der weltweiten Corona-Fälle gegenwärtig leicht steigend

Nach den Daten der Johns-Hopkins-Universität gab es weltweit bisher insgesamt 18.852.119 bestätigte COVID-19 Fälle, womit wir 216.565 mehr haben als gestern (1,16% mehr) und etwa 2 Mio. mehr als vor einer Woche (10% mehr). Im Durchschnitt gab es in den letzten 7 Tagen etwa 214.369 neue Erkrankte pro Tag. Am 31. Juli gab es mit 290.100 neuen Erkrankten die meisten seit dem Beginn der Pandemie.

Die Anzahl der Todesfälle ist heute insgesamt um 5.637 gestiegen, von 702.903 auf 708.540 (+0,8%). Im Vergleich zu einer Woche zuvor gibt es nun 39.284 mehr Personen, die am Corona Virus verstorben sind. Damit liegt die weltweite Sterblichkeitsrate bei rund 3,76%. Weltweit wurden bisher rund 60% der mit dem Corona-Virus infizierten Personen offiziell wieder als gesund gemeldet. Damit gibt es weltweit etwa 6,75 Mio. akut Infizierte (12.700 mehr als gestern). Diese Zahl ist allerdings nur eine Schätzung.

Ein Blick auf die USA: Zahl der Corona-Erkrankungen nähert sich der 5 Mio. Grenze

Die USA hat bis heute 4.826.861 bestätigte Corona-Erkrankte zu verzeichnen, tödlich verliefen bislang 158.321 der Erkrankungen. Das sind 22.039 mehr Erkrankte (+0,46%) und 765 mehr Todesfälle (+0,49%) als gestern. Damit sind in den USA rund 1,475% der Bürger infiziert. Die Sterblichkeitsrate liegt bei etwa 3,28%. Offiziell wurden dort 1.577.851 Personen (32,69%) wieder als gesund gemeldet. In der vergangenen Woche gab es im Schnitt pro Tag 47.000 neue Erkrankte, was einer täglichen Erhöhung von etwa 14,4 Infizierten pro hunderttausend Einwohner entspricht. Insgesamt gab es in der letzten Woche in den USA auf hunderttausend Einwohner 100 neue Erkrankte.

In welchen Ländern sind am meisten Menschen erkrankt?

  1. USA:
    • Erkrankte: 4.826.861 Genesene: 1.577.851 (32,7%) Todesfälle: 158.321 (3,3%)
  2. Brasilien:
    • Erkrankte: 2.859.073 Genesene: 2.190.361 (76,6%) Todesfälle: 97.256 (3,4%)
  3. Indien:
    • Erkrankte: 1.964.536 Genesene: 1.328.336 (67,6%) Todesfälle: 40.699 (2,1%)
  4. Russland:
    • Erkrankte: 870.187 Genesene: 675.069 (77,6%) Todesfälle: 14.579 (1,7%)
  5. Südafrika:
    • Erkrankte: 529.877 Genesene: 377.266 (71,2%) Todesfälle: 9.298 (1,8%)
  6. Mexiko:
    • Erkrankte: 456.100 Genesene: 361.764 (79,3%) Todesfälle: 49.698 (10,9%)
  7. Peru:
    • Erkrankte: 447.624 Genesene: 306.430 (68,5%) Todesfälle: 20.228 (4,5%)
  8. Chile:
    • Erkrankte: 364.723 Genesene: 338.291 (92,8%) Todesfälle: 9.792 (2,7%)
  9. Kolumbien:
    • Erkrankte: 345.714 Genesene: 186.317 (53,9%) Todesfälle: 11.624 (3,4%)
  10. Iran:
    • Erkrankte: 320.117 Genesene: 277.463 (86,7%) Todesfälle: 17.976 (5,6%)

  1. Deutschland:
    • Erkrankte: 214.781 Genesene: 195.148 (90,9%) Todesfälle: 9.180 (4,3%)

In welchen Ländern sind prozentual zur Einwohnerzahl am meisten Menschen erkrankt?

Ohne die kleinsten Staaten wie San Marino zu berücksichtigen:

  1. Katar:
    • Erkrankte: 112.092 (4,0297%) Genesene: 108.831 (97,1%) Todesfälle: 178 (0,2%)
  2. Bahrain:
    • Erkrankte: 42.514 (2,7089%) Genesene: 39.576 (93,1%) Todesfälle: 156 (0,4%)
  3. Chile:
    • Erkrankte: 364.723 (1,9474%) Genesene: 338.291 (92,8%) Todesfälle: 9.792 (2,7%)
  4. Kuwait:
    • Erkrankte: 70.045 (1,693%) Genesene: 61.610 (88%) Todesfälle: 469 (0,7%)
  5. Panama:
    • Erkrankte: 70.231 (1,6814%) Genesene: 44.792 (63,8%) Todesfälle: 1.553 (2,2%)
  6. Oman:
    • Erkrankte: 80.713 (1,6713%) Genesene: 70.910 (87,9%) Todesfälle: 492 (0,6%)
  7. USA:
    • Erkrankte: 4.826.861 (1,4753%) Genesene: 1.577.851 (32,7%) Todesfälle: 158.321 (3,3%)
  8. Peru:
    • Erkrankte: 447.624 (1,3993%) Genesene: 306.430 (68,5%) Todesfälle: 20.228 (4,5%)
  9. Brasilien:
    • Erkrankte: 2.859.073 (1,3649%) Genesene: 2.190.361 (76,6%) Todesfälle: 97.256 (3,4%)
  10. Armenien:
    • Erkrankte: 39.819 (1,349%) Genesene: 31.556 (79,2%) Todesfälle: 772 (1,9%)

  1. Deutschland:
    • Erkrankte: 214.781 (0,259%) Genesene: 195.148 (90,9%) Todesfälle: 9.180 (4,3%)

 

Text und Grafiken werden aus Daten folgender Institutionen automatisch erstellt: Weltgesundheitsorganisation (WHO), US-Center for Disease Control and Prevention, Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, der chinesischen National Health Commission, dem Robert-Koch-Institut (Berlin), der Johns-Hopkins-Universität (USA) und der deutschen Landesbehörden.