Nordrhein-Westfalen gründet Koordinierungsstelle für Cybersicherheit

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Cybersicherheit beschlossen. Als zentrale Servicestelle solle sie künftig „dazu beitragen, das Schutzniveau der Cybersicherheit in Nordrhein-Westfalen kontinuierlich zu erhöhen“, erklärten Innen- und Wirtschaftsministerium am Dienstag in Düsseldorf nach einer Kabinettssitzung. Sowohl Bürger als auch Unternehmen und kritische Infrastrukturen wie Kraftwerke und Kliniken sollten „besser vor dem Risiko von Cyberangriffen geschützt werden“.

Die Koordinierungsstelle soll für die Cybersicherheit relevante Daten und Informationen für die Landesverwaltung zentral bündeln und weiterleiten. Angesiedelt wird sie in einer neuen Digitalabteilung des Innenministeriums. Dadurch ergäben sich auch Synergien mit den Sicherheitsbehörden.

„Kriminalität findet längst nicht mehr nur auf der Straße statt, sondern natürlich auch im Cyberraum“, erklärte Innenminister Herbert Reul (CDU). „Deshalb müssen wir innere Sicherheit in Zukunft noch digitaler denken.“ Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) erklärte, die Coronakrise habe den Trend zum mobilen Arbeiten und Lernen verstärkt. „Damit die beschleunigte Digitalisierung gelingt, brauchen Bürgerinnen und Bürger wie Unternehmen, Schulen und Hochschulen Vertrauen in die Sicherheit der Kommunikation.“

cfm/ilo