Diesjähriger Sommer insgesamt zu warm und etwas zu trocken

Ein Junge kühlt sich in einem Springbrunnen ab

Bild: Ein Junge kühlt sich in einem Springbrunnen ab (Tobias SCHWARZ AFP)

Trotz der zuletzt teils heftigen Regenfälle war der Sommer in diesem Jahr in Deutschland insgesamt zu warm und etwas zu trocken. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag in Offenbach mit. Allerdings lag die Niederschlagsmenge nur knapp unter dem langjährigen Sollwert. Regional fiel die Regenbilanz sehr unterschiedlich aus.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 18,2 Grad lagen die Sommermonate Juni, Juli und August um 1,9 Grad über dem Mittelwert der Referenzperiode von 1961 bis 1990, die nach internationalen meteorologischen Standards als Basis für Vergleiche herangezogen wird.

Zwar waren hochsommerliche Temperaturen im Juni und Juli eher eine Seltenheit, und die Witterung schwankte in den beiden Monaten zwischen kühlen und warmen Phasen. Dafür wurde Deutschland aber im August von einer Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 35 Grad Celsius überrollt. Ein Rekordwert wurde am 9. August mit 38,7 Grad Celsius in Trier-Petrisberg gemessen.

Anders als im Vorjahr fiel dieser Sommer hingegen nicht ganz so trocken aus. Im bundesweiten Schnitt lag die Niederschlagsmenge mit 230 Litern pro Quadratmeter nur knapp unter dem Soll von 239 Litern. Zum Vergleich: Im Sommer 2019 gab es im Schnitt nur 175 Liter Regen pro Quadratmeter, das waren fast ein Drittel unter dem Soll.

Regional lagen in diesem Jahr Starkregen mit Überflutungen und anhaltende Trockenheit laut DWD oft nah beieinander. In einigen Regionen wie der Uckermark, der Leipziger Tieflandbucht, dem Saarland und entlang des Rheins fielen mit 70 bis 100 Litern pro Quadratmeter weniger als die Hälfte der dort typischen Niederschlagsmenge.

Zugleich gab es Dauerregen, wie Anfang August mit bis zu 150 Litern pro Quadratmeter binnen 24 Stunden in Oberbayern, der auch Hochwasser mit sich brachte. Insgesamt wurden an den Alpen über den Sommer hinweg zehnmal so viel Niederschläge gemessen wie in den trockenen Regionen Deutschlands.

Wie die DWD-Sommerbilanz weiter zeigt, übertraf die Sonnenscheindauer mit rund 675 Stunden ihr Soll von 614 Stunden um etwa zehn Prozent. Die Küstenregionen verzeichneten sogar mehr als 700 Sonnenscheinstunden.

Im Bundesländervergleich stach in diesem Sommer Berlin heraus. Die Hauptstadt war mit einer Durchschnittstemperatur von 20 Grad Celsius, einer Niederschlagsmenge von 135 Litern pro Quadratmeter und gut 710 Stunden Sonnenschein „die wärmste, trockenste und sonnigste Region“ Deutschlands, wie der DWD berichtete.

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