Bau-Verband fordert Verlängerung des Baukindergelds

Baustelle in Berlin

Bild: Baustelle in Berlin (David GANNON AFP)

Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) fordert eine Verlängerung des Baukindergeldes um mindestens ein Jahr. Die Förderung für Familien läuft Ende des Jahres aus – doch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie habe es Verzögerungen bei der Bearbeitung von Bauanträgen gegeben und der Fördertopf sei noch gut gefüllt, argumentierte der Verband am Mittwoch.

Nach Informationen des BDF werde derzeit eine Verlängerung des Förderzeitraums um gerade einmal drei Monate diskutiert. Verbandspräsident Hans Volker Noller forderte, die im Bundeshaushalt für das Baukindergeld bereitgestellten Mittel von insgesamt zehn Milliarden Euro auch für ihren ursprünglichen Zweck einzusetzen. „Diese Zusage und eine entsprechende Fristverlängerung von mindestens einem Jahr muss die Bundesregierung Bauherren so bald wie möglich geben.“

Das Baukindergeld war im September 2018 eingeführt worden. Rückwirkend ab Januar 2018 gibt es für Haushalte mit einem Einkommen von höchstens 75.000 Euro brutto pro Jahr und zusätzlich 15.000 Euro pro Kind einen Zuschuss von 1200 Euro jährlich, wenn sie bauen oder eine Wohnung kaufen. Gezahlt wird das Geld zehn Jahre lang. Die Anträge müssen spätestens drei Monate nach Einzug in die geförderte Immobilie online bei der staatlichen Förderbank KfW gestellt werden.

Der BDF lobte das Baukindergeld als „nachhaltigen Impuls für die Wirtschaft“. Es unterstütze die dringend notwendige Neubautätigkeit und sei Konjunkturmotor und Wachstumsgarant „in einer anspruchsvollen Zeit“.

ilo/jm