„Auto Motor und Sport“: Händler kümmern sich schlecht um Käufer von E-Autos

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Deutschlands Autohändler kümmern sich laut einem Test der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ nur stiefmütterlich um potenzielle Käufer von Elektroautos. Die Verkäufer in den bundesweit besuchten 345 Autohäusern hätten insgesamt nur oberflächlich und knapp beraten und Vor- und Nachteile oft nicht dargestellt, berichtete die Zeitschrift am Donnerstag. Eine Probefahrt werde in der Regel nicht angeboten – weil die Autos nicht zur Verfügung stünden.

Auf Mobilitätspakete und Flatrates, auf Zusatzleistungen wie Wartungspakete, Garantieverlängerungen oder Pannenhilfe, die von vielen Marken angeboten werden, werde praktisch gar nicht hingewiesen, kritisierte „Auto Motor und Sport“.

Es war bereits der zweite E-Auto-Händlertest der Zeitschrift; Tester besuchten von Juni bis August Autohäuser verschiedener Marken, die auch Elektroautos und Plug-in-Hybride führen, und gaben sich als Kunden aus. Sie bewerteten 15 Kriterien, vom Verkäuferverhalten über die Produktberatung, das Angebot von Probefahrt bis zur Kaufabwicklung. Die Branche habe sich im Vergleich zum ersten E-Auto-Händlertest sogar verschlechtert, erklärte die Zeitschrift.

Bestnote waren 100 Punkte, Testsieger BMW erreichte 65 Punkte – das heißt „weniger zufriedenstellend“. Alle anderen Händlernetze seien mit der Bewertung „nicht zufriedenstellend“ durchgefallen. Im Schnitt erreichten die im Test untersuchten 20 Marken nur 50 der möglichen 100 Punkte.

ilo/muk