Im bayerischen Wallfahrtsort Altötting steht der „Bahnhof des Jahres“

Reporterin mit zwei Mikrofonen in der Hand

Der Preis für den besten Bahnhof des Landes geht in diesem Jahr nach Altötting: Eine Expertenjury im Auftrag des Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene zeichnete den bayerischen Wallfahrtsort mit dem Titel „Bahnhof des Jahres“ aus. Wie der Verband am Freitag mitteilte, punktete der Regionalbahnhof besonders mit seinem Service für Radfahrer. Die Jury zeigte sich auch angetan von der „Kombination aus Tradition mit einem historischen Gebäude und Moderne mit zeitgemäßen Mobilitätsangeboten“.

„So stellen wir uns einen Bahnhof im ländlichen Raum vor“, erklärte Verbandsgeschäftsführer Dirk Flege. „Das Angebot für Radfahrer ist ein Vorbild für alle Bahnhöfe in Deutschland und für einen Bahnhof dieser Größenordnung bundesweit fast einzigartig.“ In Altötting gibt es überdachte Radparkplätze, Ladestationen, eine Reparaturstation und eine Umkleidekabine für die Fahrer.

Die Stadt Altötting habe ihren Bahnhof „behutsam und mit Rücksicht auf den Denkmalschutz saniert“, heißt es in der Begründung der Jury. Das Gremium lobte auch die Anbindung an Buslinien und Carsharing.

Ihren Sonderpreis vergab die Jury dieses Jahr an Rottenbach in Thüringen: Hier setzten sich die Bürger laut Allianz pro Schiene für den Erhalt und die Sanierung des Bahnhofs ein. Demnach gründeten sie im Innern einen Hofladen und machten das Gebäude so zur „Anlaufstelle im Zentrum ihres Ortes“.

„Altötting und Rottenbach stehen dafür, dass gut gemachte Bahnhöfe auch im ländlichen Raum ihre Kunden begeistern und mit einer hohen Aufenthaltsqualität das Zugfahren bereichern können“, erklärte Flege. Allianz pro Schiene kürt den Bahnhof des Jahres seit dem Jahr 2004. Im vergangenen Jahr hatten Bad Bentheim und Cuxhaven in Niedersachsen gewonnen.

dwo/muk