Sport in NRW: 3. Liga: FCS neuer Spitzenreiter – Rostock torlos

Saarbrücken mischt weiter die 3. Liga auf

Bild: Saarbrücken mischt weiter die 3. Liga auf (FIRO/FIRO/SID/ FIRO/FIRO/SID/)

Ein Rassismus-Eklat hat den 3. Spieltag der 3. Fußball-Liga überschattet. Der Südkoreaner Yi-Young Park von Aufsteiger Türkgücü München ist während des Drittligaspiels bei Waldhof Mannheim (4:4) am Samstag offenbar rassistisch beleidigt worden.

„Ich habe beim Spiel von einigen Zuschauern Rassismus erfahren. Ich finde es sehr bedauernswert, dass einige Menschen es immer noch als nötig ansehen, jemanden so zu verletzen und die Fußballkultur zu beschädigen“, schrieb der 26-Jährige bei Instagram. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kündigte am Sonntag eine Untersuchung der Vorkommnisse an.

Aufsteiger 1. FC Saarbrücken mischt derweil die Liga weiter auf. Am dritten Spieltag gewannen die Saarländer mit 4:0 (2:0) gegen den Halleschen FC und schoben sich mit sieben Punkten am bisherigen Spitzenreiter SC Verl, einem weiteren Aufsteiger, vorbei auf Platz eins. Maurice Deville (3./60.), Nicklas Shipnoski (27.) und Markus Mendler (71.) sorgten für den Sieg des FCS.

Verl hatte am Samstag mit 2:1 (2:0) beim SV Meppen gewonnen. Der bisherige Spitzenreiter FC Ingolstadt unterlag dagegen gegen die SpVgg Unterhaching 0:1 (0:0).

Neuling Türkgücü erreichte in einem verrückten Spiel nach einer 4:2-Führung nur ein Remis. „Dass wir da den Sieg noch hergeben ? einfach ärgerlich. Vorne war das gut, hinten müssen wir uns verbessern. Wir stehen in den letzten zehn Minuten zu tief, waren zu passiv“, kommentierte Türkgücü-Torjäger Petar Sliskovic bei MagentaSport.

Für die meiste Aufregung am Wochenende sorgte der Auftritt des Aufsteigers in der Kurpfalz. Schiedsrichter Robin Braun (Wuppertal) hatte die Partie in der 18. Minute für zwei Minuten unterbrochen und eine Stadiondurchsage veranlasst.

Darin wurde mit dem Abbruch des Spiels gedroht, falls es weiter „rassistische Beleidigungen gegen die Gästespieler“ geben sollte. Danach wurde die Begegnung fortgesetzt, zu weiteren Zwischenfällen kam es nicht. Die Mannheimer erklärten am Sonntag, sich von den Vorfällen zu distanzieren. Der Klub will die Geschehnisse aufarbeiten.

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