Sport in NRW: Völler beklagt „Mondpreise“ auf dem Transfermarkt

Völler für vernünftigen Umgang mit Einnahmen

Bild: Völler für vernünftigen Umgang mit Einnahmen (AFP/SID/NORBERT SCHMIDT AFP/SID/NORBERT SCHMIDT)

Sport-Geschäftsführer Rudi Völler von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat das Aufrufen von „Mondpreisen“ im Transferpoker beklagt. „Es ist nicht immer von Vorteil, wenn alle wissen, was man eingenommen hat und deshalb bei Anschluss-Transfers plötzlich Mondpreise verlangen“, sagte der Weltmeister von 1990 dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Der Werksklub hatte durch die Transfers von Kai Havertz (FC Chelsea) und Kevin Volland (AS Monaco) über 100 Millionen Euro im Sommer durch Transfers eingenommen. Zum Ende des Transferfensters am Montag war der Wechsel des Kosovaren Milot Rashica (24) von Werder Bremen an den Rhein aufgrund der Höhe der aufgerufenen Kaufoption durch die Hanseaten geplatzt.

„Wir wollen und müssen vernünftig mit den Einnahmen umgehen, so wie es in dieser schwierigen Zeit nun einmal angebracht ist und wie es ja auch von vielen gesellschaftlichen Gruppen schon am Anfang der Pandemie gefordert wurde“, betonte Völler erneut: „Wir machen das jetzt. Aber es ist schon interessant und für mich auch ein bisschen zum Schmunzeln, dass so manchem das nun auch wieder nicht recht ist.“

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