Bei Nachhaltigkeit beeinflussen Kinder Einkaufsverhalten der Eltern am stärksten

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Beim Thema Nachhaltigkeit haben Kinder Umfragen zufolge den größten Einfluss auf die Einkaufstrends in der Familie – nicht nur in Deutschland. In zehn europäischen Ländern werden die Haushaltsverantwortlichen in ihrem Verhalten in erster Linie von ihren Kindern beeinflusst, wie 45 Prozent sagten. Von Freunden lassen sich 42 Prozent leiten, vom Ehepartner 37 Prozent, den Eltern 19 Prozent, wie das Marktforschungsinstitut GfK mitteilte.

Trotz ihres jungen Alters sind Kinder demnach auch überzeugender als Politiker (14 Prozent), Medien-Influencer (13 Prozent) oder Prominente (neun Prozent). Den Umfragen zufolge geben im Schnitt vier von zehn Haushalten in Europa an, Umweltthemen spielten in ihrem persönlichen Umfeld eine wichtige Rolle. Mehr als jeder dritte Haushalt gab an, den Kauf von bestimmten Dienstleistungen oder Produkten aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft eingestellt zu haben.

„Nachhaltigkeit und die Sorge um den Planeten werden immer mehr zu einem wichtigen Anliegen der Verbraucher – und sind es in einigen Ländern bereits“, fasst die GfK zusammen. Hersteller und Einzelhändler müssten sich mit den Anliegen der jüngeren Generation befassen.

Die Umfragen zeigen laut Marktforschungsinstitut auch, dass die Käufer zunehmend der Ansicht sind, dass ihr Kaufverhalten einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben kann. Drei von zehn Haushalten achteten zum Beispiel darauf, dass die von ihnen gekauften Artikel nicht in Plastik verpackt sind – in Deutschland sind es schon 38 Prozent.

Herstellern schreiben die Verbraucher mit 40 Prozent allerdings immer noch den größten Einfluss auf die Kontrolle und Begrenzung von Umweltschäden zu, gefolgt von Regierungen mit 35 Prozent. Mit fünf Prozent werden die Einzelhändler als am wenigsten verantwortlich betrachtet.

ilo/jm