Tourismuswirtschaft fordert Ende des Beherbergungsverbots

Reporterin mit zwei Mikrofonen in der Hand

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft hat mit Blick auf das innerdeutsche Beherbergungsverbot vor einem „zweiten Lockdown der Tourismusbranche durch die Hintertür“ gewarnt. Es seien weniger Aktionismus, mehr Augenmaß und ein Ende der Stigmatisierung des Reisens nötig, erklärte Verbandspräsident Michael Frenzel am Mittwoch in Berlin. „Die Tourismusbranche und ihre Gäste brauchen endlich verlässliche, verständliche und vor allem verhältnismäßige Regelungen“, forderte Frenzel.

Der Verband verlangte, die Beherbergungsverbote für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten aufzuheben. Auch eine Quarantänepflicht für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten lehnte der Verband ab. Die Abkehr von der erfolgreichen Teststrategie der vergangenen Monate hin zu einem der strengsten Quarantäne-Regime in Europa wäre willkürlich und unverhältnismäßig. Die Tourismuswirtschaft warnte zudem, dass eine Insolvenzwelle dramatischen Ausmaßes drohe.

ran/cne