Giffey sagt digitaler Gewalt gegen Frauen im Netz den Kampf an

Reporterin mit zwei Mikrofonen in der Hand

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sagt der Gewalt gegen Frauen im Netz den Kampf an: „Digitale Gewalt gegen Frauen geht uns alle an“, erklärte die Ministerin anlässlich eines Aktionstages zu dem Thema am Donnerstag in Berlin. „Herabwürdigungen, Bedrohungen, sexuelle Belästigungen und frauenfeindliche Kommentare sind eine Ausprägung von zahlreichen unterschiedlichen Gewaltformen, mit der Frauen konfrontiert sind.“

Dem müsse entschieden entgegen getreten werden, sagte die Ministerin. „Die digitale Welt darf kein Ort sein, aus dem sich Frauen aus Angst vor Angriffen zurückziehen.“ Belästigungen und Bedrohungen im Netz seien Straftaten, die verfolgt werden müssen. „Zugleich sind wir alle als Gesellschaft gefragt, das Internet als offenen Raum zu verteidigen.“

Bei einer Podiumsdiskussion zu digitaler Gewalt sagte Giffey am Donnerstag außerdem: „Das ist nicht normal, das muss nicht hingenommen werden.“ Sie wolle im Rahmen ihrer Initiative auch aufzeigen, wie derartige Angriffe angezeigt werden können. Sie wolle keine Gesellschaft, in der im Internet das geäußert werde, was auf der Straße niemand sagen würde.

Einer aktuellen Studie zufolge werden 50 Prozent der Mädchen und jungen Frauen im Netz angegriffen. Dazu gehören Cybermobbing, heimliche Aufnahmen, und Stalking in sozialen Netzwerken. Im Rahmen der Initiative „Stärker als Gewalt“ legt das Bundesfamilienministerium im Oktober einen Schwerpunkt auf das Thema der digitalen Gewalt gegen Frauen. Dazu gehörte der Aktionstag mit zwei Veranstaltungen in Berlin.

jp/cne