Digitalprämie Berlin erlaubt kleineren Unternehmen Chat-Bots einzusetzen

(ddna). Ab November können kleinere und mittlere Unternehmen in Berlin die Digitalprämie Berlin beantragen (voraussichtlich ab dem 2.November). Eine von vielen Möglichkeiten, die bis zu 17.000 Euro Förderung sinnvoll einzusetzen, ist die Verbesserung der Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern.  Chat-Bots beantworten Fragen von Interessierten, Mitarbeitern und Kunden immer menschenähnlicher. Bei einem großen Konzern in München ist übrigens die mit Abstand am häufigsten gestellte Frage an den internen Chat-Bot: „Was gibt es heute in der Kantine zu essen?“


Kundenkommunikation lebt wie nie zuvor von Geschwindigkeit. Noch immer landet man in Callcentern, wenn man zum Beispiel danach fragen will, ob ein bestimmtes Gerät in dem nur zwei Kilometer entfernten Elektromarkt vorrätig ist. Dabei ist natürlich der Waren- und Lagerbestand in diesem Geschäft seit Jahren digitalisiert – es wäre ein Leichtes, einen Chat-Bot diese Frage beantworten zu lassen. Der auch noch den Tipp geben kann, in welcher Filiale das Produkt noch vorrätig wäre, wenn nicht in dieser. Auch Fragen wie „Wann ist Ihr Handwerker da?“ oder natürlich „Warum ist meine Lieferung noch nicht angekommen?“ sind Chat-Bot-Aufgaben, auch für kleinere und mittlere Unternehmen. Auch mit wüsten Beschimpfungen kann ein Chat-Bot übrigens ganz entspannt umgehen.


Können Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten Chat-Bots gebrauchen? Wer an einem Montag Vormittag genervt versucht hat telefonisch einen Termin bei einem dieser Branchen-Vertreter* zu bekommen würde das vermutlich bejahen. Das digitale Patientenmanagement endet bei diesen Berufsgruppen meist an der Stelle, an der Abrechnungen an die Krankenkassen verschickt werden. Dabei ist dieser Dialog natürlich vollautomatisch  möglich:

„Kann ich heute noch einen Termin bekommen?“ – „Haben Sie jetzt starke Schmerzen?“ – Nein, aber sie werden eher stärker“ – „Dann würden wir Sie bitte morgen gleich um 10:00 zu uns zu kommen. Sollten die Beschwerden stark zunehmen kommen Sie natürlich ohne Termin noch heute zu uns“.

Mit ein wenig künstlicher Intelligenz weiß dieser Chat-Bot auch, dass dieser Patient wegen ähnlicher Beschwerden schon mehrfach in der Praxis war und auch, welche Medikamente er bekommen hat. Die Frage „Haben Sie zur Schmerzlinderung das Medikament XYZ genommen?“ kann heute absolut datenschutz- und gesetzeskonform gestellt werden.


Mitarbeiterbefragungen per Chat-Bot sind nicht nur effizient, sondern auch nachweislich beliebter als alle anderen Formen der Stimmungs-Analysen. Und aufgrund der individuellen Nachfragen sind die Antworten wesentlich präziser. Fast jeder Geschäftsführer* kennt die Kritik an der „mangelnden Information von oben“. Aber was heißt das, um was geht es wirklich? – „Könnten Sie zwei Beispiele nennen, in denen Sie sich nicht ausreichend informiert fühlten?“  Die Mitarbeiter fühlen sich ernst genommen, ein wesentlich exakteres Bild entsteht.


Chat-Bots können neue Mitarbeiter glücklich machen. Immer mehr Informationen über Abläufe und Aufgaben in Unternehmen liegen digital vor: „Wo finde ich meine Zugangskarte für Halle 3.2.? – Welche Unterlagen muss ich wo abspeichern? – Wie finde ich etwas über die Kundengruppe XYZ heraus?“ – die Antworten weiß der digitale Kollege. Onboarding-Prozesse werden so deutlich einfacher, denn neue Kolleginnen und Kollegen haben spätestens nach der vierten berechtigten Frage Hemmungen, auch noch eine fünfte zu stellen. Den Chat-Bot störts aber nicht.


In unserem Chat-Bot mit den meisten Anfragen täglich geht es darum herauszufinden, welches Immobilienangebot für den Interessierten wirklich genau passen könnte, nicht nur vom Preis. Zugegeben, oft denken die Kunden zum ersten Mal darüber nach, ob ihnen ein großes Badezimmer wirklich wichtig ist oder sie mit einer angespannten Parkplatz-Situation leben könnten – diese Fragen helfen herauszufinden, welche Immobilienart in welcher Lage in Frage kommt. Aus den Chat-Bot-Protokoll wird übrigens auch noch eine Zusammenfassung erstellt, die der Interessent bekommt.


Wie jetzt konkret vorgehen? ddna hat bislang rund 70 Chat-Bots für etwa 50 Unternehmen entwickelt und „eingebaut“. Sie laufen problemlos, einige bereits seit fünf und mehr Jahren. Wenn Sie sich einen Chat-Bot für Ihr Unternehmen vorstellen können sagen wir Ihnen gerne offen und ehrlich, ob das aus unserer Sicht Sinn macht. Diese Frage beantworten wir sogar ganz persönlich, ganz ohne digitalen Assistenten. Denn neben der Programmierung wird eines manchmal übersehen: der fertig programmierte Chat-Bot ist zu Beginn nichts anderes als ein frisch geschlüpftes Küken und kann – nichts. Dieses Werkzeug muss angelernt und trainiert werden, dies ist kein sonderlich komplizierter Vorgang mehr, aber es ist zeitaufwändig, weil immer wieder auffallen wird, dass noch nicht alle Fragen verstanden werden.


Unsere Garantie: auch wenn Sie oft lesen werden, dass unter 20Teur die Entwicklung eines Chat-Bots nicht möglich ist und schnell das x-fache an Kosten entstehen kann – ein erster Digital-Assistent für Kunden oder interne Kommunikation, perfekt verknüpft mit Ihrer Datenbank, ist im Rahmen der Digitalprämie Berlin umsetzbar. Mailen Sie einfach: Wolfgang Punkt Zehrt at digitalkommunizieren.de

Matthias Koprek